Mittwoch , 30. November 2022
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E-Auto
Für jene, die ihre Fahrzeuge zu Hause laden können, mag es eine Überlegung wert sein, über eine eigene Fotovoltaikanlage nachzudenken. (Foto: A/be)

Auto mit Strom vom eigenen Dach versorgen

Viele zögern mit dem Umstieg auf ein Elektroauto. Oft ist die nicht ausreichende Anzahl öffentlicher Ladesäulen der Grund. Für jene, die ihre Fahrzeuge zu Hause laden können, mag es eine Überlegung wert sein, über eine eigene Fotovoltaikanlage nachzudenken: So kommt der Strom CO₂-neutral vom Dach. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale, die in Lüneburg mit einem Büro an der Schröderstraße vertreten ist, erklärt, worauf bei der Kombination von Fotovoltaik und Elektroauto zu achten ist.

Die Anlage

Ein Solarkraftwerk mit 1 Kilowatt Peak (kWp) Leistung erzeugt je nach Standort zwischen 800 und 1000 Kilowattstunden Strom (kWh) im Jahr. Der selbst erzeugte Strom ist umso lukrativer, je mehr davon im eigenen Haushalt verbraucht wird. Dabei kann das regelmäßige Laden eines Fahrzeugs den Eigenverbrauchsanteil des Solarstroms erheblich erhöhen.

Die Installation einer Fotovoltaikanlage (PV-Anlage) kostet etwa 1600 Euro je kWp. Für Wartung, Stromzähler und Versicherungen kommen etwa 150 Euro pro Jahr hinzu. Wer eine Anlage finanzieren will, kann dafür einen KfW-Kredit bekommen. Nicht vergessen werden sollte dabei: PV-Anlagen müssen spätestens einen Monat nach der Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden.

Ladestation und Stecker

Elektroautos können an normalen Haushaltssteckdosen aufgeladen werden. Das ist jedoch nicht empfehlenswert, da sie für langes Laden unter hoher Last nicht ausgelegt sind. Wer höhere Ladeleistungen übertragen will, verwendet dafür häufig eine Wandladestation, meist „Wallbox“ genannt. Sie ermöglicht schnelleres Laden und verringert Ladeverluste. Je nach Modell ist es zudem möglich, gezielt Überschussstrom aus einer Fotovoltaikanlage zum Laden zu nutzen.

Die Kosten für die Installation einer Ladestation bis 22 Kilowatt (kW) variieren zwischen 600 und 2500 Euro. Weitere Kosten können durch Kabelverbindung, zusätzlichen Stromzähler und Schnittstelle zur Kommunikation entstehen. Privatpersonen können bei der KfW einen Zuschuss von 900 Euro für den Kauf und Aufbau einer Ladestation bis 11 kW Leistung beantragen. Eine Wallbox muss stets durch einen Elektrofachbetrieb installiert und gegebenenfalls beim Netzbetreiber angezeigt oder sogar von diesem genehmigt werden.

Batteriespeicher

Viele Fotovoltaikanlagen werden mit einem stationären Batteriespeicher in Betrieb genommen, um den Eigenverbrauchsanteil des Solarstroms zu erhöhen. Das Laden eines Elektroautos über den Heimspeicher ist jedoch nicht empfehlenswert, da er nur für den regelmäßigen Stromverbrauch im Haushalt dimensioniert ist. Batteriespeicher kosten zwischen 800 bis 1400 Euro pro kWh Kapazität (inklusive Umsatzsteuer und Installation).

Bei weiteren Fragen zum Thema hilft die vom Bund geförderte Energieberatung der Verbraucherzentrale weiter. Die Beratung findet online, telefonisch oder im persönlichen Gespräch statt. Mehr Informationen: www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter (0800) 809802400 (kostenfrei). lz

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