Freitag , 2. Dezember 2022
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Christoph Palesch ist neuer Samtgemeindebürgermeister von Amelinghausen.
Christoph Palesch ist neuer Samtgemeindebürgermeister von Amelinghausen. Bei seiner Vereidigung verlor er nicht viele Worte. „Generell bin ich ein Typ, der relativ schnell zum Punkt kommt“, erklärte der 35-Jährige. (Foto: t&w)

Amelinghausen: Keine klare Mehrheitsgruppe mehr

Alles neu macht der November in der Politik: In Amelinghausen etwa haben sich am Montag  in der Samtgemeinderatssitzung die politischen Mehrheitsverhältnisse geändert. Und noch so einiges mehr...

Amelinghausen. Jetzt ist es amtlich: Christoph Palesch ist neuer Verwaltungschef der Samtgemeinde Amelinghausen. Bei der offiziellen Vereidigung am Montagabend verlor der 35-Jährige nicht viele Worte. „Generell bin ich ein Typ, der relativ schnell zum Punkt kommt“, erklärte er gegenüber Mitgliedern und Besuchern der jüngsten Samtgemeinderatssitzung in der Lopautalhalle.

Wunsch nach Miteinander

Daher beließ er es bei einem kurzen Appell an die Kommunalpolitik: Bei „aller Differenz in der Sache“ möge das „Miteinander und die persönliche Achtung“ bei der künftigen Zusammenarbeit nicht auf der Strecke bleiben, sagte Palesch, der am 12. September im ersten Wahlgang den Sieg im Rennen um den Chefposten der Samtgemeinde errungen hatte. Der Rat stellt ihm drei gleichberechtigte ehrenamtliche Stellvertreter zur Seite: Carsten Müller (CDU), Hartmut Schmidt (SPD) und Jochen Studtmann (FDP).

Als Sozialdemokrat hat Palesch künftig keine Hausmacht in den politischen Gremien, denn das Mehrheitsbündnis zwischen SPD, Grünen, FDP und WGZ ist seit Montag Geschichte. Lediglich SPD und FDP haben sich erneut zusammengefunden, die WGZ, vertreten durch Winfried Geppert, koaliert mit der UWG. Damit gibt es keine klare Mehrheitsgruppe mehr im Rat.

Wie Christoph Palesch dazu steht? Im Gespräch mit der LZ zeichnet er ein optimistisches Bild von der politischen Zukunft der Samtgemeinde: „Jetzt muss man sich eben Mehrheiten suchen und mehr debattieren zu den Themen“, sagt er. „Das ist doch, was Demokratie ausmacht.“

CDU überrascht bei Sitzverteilung

Für Verwunderung sorgte derweil die CDU bei der Verteilung der Sitze im Samtgemeindeausschuss: Statt einen zweiten Vertreter aus eigenen Reihen zu bestimmen, schlugen die Christdemokraten Winfried Geppert (WGZ) als Mitglied in diesem Gremium vor. Das sei innerhalb der Fraktion durchaus „kontrovers“ diskutiert worden, berichtet Carsten Müller von der CDU. „Aber es gab im Vorwege Gespräche mit allen demokratischen Parteien. Da haben wir gesagt, dass es doch klug wäre, wenn ein Vertreter jeder Partei im Samtgemeindeausschuss vertreten ist – als Zeichen der künftig guten Zusammenarbeit.“

Von Anna Petersen

Ehrungen

Auszeichnungen und Glückwünsche für Politiker

Mit der Ehrennadel in Bronze für 15 Jahre Ratsarbeit wurden geehrt:

Gisela Plaschka (FDP)

Detlev Schulz-Hendel (Grüne)

Jürgen Rund (UWG)

Ehrennadel in Silber:

Roland Waltereit (UWG/UWS; für 20 Jahre als Bürgermeister von Soderstorf und 15 Jahre im Samtgemeinderat)

Ina Carlberg-Koch (Grüne; für 20 Jahre im Gemeinde- und Samtgemeinderat)

Ehrenmedaille für mehr als 30 Jahre:

Wolfgang Marten (SPD; seit 33 Jahren im Samtgemeinderat, seit 28 Jahren im Gemeinderat)

Oskar Bauer (SPD; insgesamt 47 Jahre Ratsarbeit)

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