Mittwoch , 28. September 2022
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Ulrike Buchholz vom Gymnasium Oedeme in Lüneburg ist mit einem Preis ausgezeichnet worden.
Ulrike Buchholz vom Gymnasium Oedeme in Lüneburg ist mit einem Preis ausgezeichnet worden. (Foto: Stiftung Niedersachsen-Metall)

Höchstes Lob aus Schülermund

Bei guten Lehrern lernt man viel – und im besten Fall macht der Unterricht auch richtig Spaß. Zu dieser Sorte gehört Ulrike Buchholz vom Gymnasium Oedeme. Die hat jetzt einen Preis für ihr besonderes Engagement in den MINT-Fächern bekommen. Und das verdankt sie einem ehemaligen Schüler, der ihr widerum offenbar viel zu verdanken hat.

Hannover/Lüneburg. Die Stiftung Niedersachsen-Metall hat Lehrkräfte der MINT-Fächer – die Abkürzung steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik – für ihre herausragende Arbeit mit einem Preis gewürdigt. Bei einem Festakt im Schloss Herrenhausen in Hannover übergaben Ministerpräsident Stephan Weil, Schirmherr des Preises, und Klaus Kirchheim, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung, die Urkunden an ein Quartett. Eine Auszeichnung ging nach Lüneburg: an Ulrike Buchholz vom Gymnasium Oedeme.

Vorgeschlagen vom Schüler – das passiert selten

In die Bewertung durch die Jury fließen unter anderem das Engagement der Lehrer für Projekte an der Schule und die Förderung der Teilnahme an Wettbewerben mit ein. Ulrike Buchholz, Jahrgang 1961, ist seit 1984 im Schuldienst. Ihre Unterrichtsfächer sind Mathematik, Physik, Informatik und Astronomie. Sie motiviert ihre Schüler unter anderem zur Teilnahme an Wettbewerben wie der Astro Pi Challenge, bei der sie Computerprogramme auf Raspberry-PI-Computern schreiben, die an Bord der ISS laufen, "Jugend forscht", "Känguru der Mathematik" und "Informatik-Biber", hat beim Homeschooling besonders innovative Methoden angewendet und initiiert immer wieder auch projektbezogene Kooperationen mit außerschulischen Partnern, von ortsansässigen IT Unternehmen bis hin zur Uni.

Die Pädagogin war von einem ihrer Schüler für den Preis vorgeschlagen worden. Das komme selten vor, heißt es von der Stiftung. Der Schüler beschreibe seine Lehrerin als eine verlässliche, motivierende und kompetente Begleiterin seiner naturwissenschaftlich/technischen Entwicklung von der 5. Klasse bis zu seinem Abitur im Sommer dieses Jahres.

Lob vom Ministerpräsidenten

Stephan Weil lobte bei der Preisverleihung das Engagement der ausgezeichneten Lehrkräfte: „Mit Experimenten zum Anfassen, mit Wettbewerben und praktischen Projekten motivieren und faszinieren Sie junge Menschen für zentrale Zukunftsfelder. Sie legen damit den Grundstein für dringend benötigte Nachwuchskräfte – ohne die MINT-Fächer lassen sich große Herausforderungen wie Klimaschutz, Energiewende und industrielle Transformation nicht bewältigen."

Stiftungsvorstand Dr. Volker Schmidt unterstrich: „Wir sind zwingend darauf angewiesen, dass sich künftig viele junge Menschen, vor allem Frauen, für eine Ausbildung in Technikberufen, im naturwissenschaftlichen Bereich, in der Metall- und Elektro-Industrie entscheiden. Engagierte Lehrkräfte wie jene, die wir mit dem Preis ausgezeichnet haben, spielen dabei eine herausragende Rolle. Sie sind schlichtweg Vorbilder.“ lz

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