Donnerstag , 1. Dezember 2022
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Steffen Gärtner erklärt Monika Scherf, an welchen Stellen die Handwerker dringend in der Gellersenhalle sanieren müssen.
Steffen Gärtner erklärt Monika Scherf, an welchen Stellen die Handwerker dringend in der Gellersenhalle sanieren müssen. (Foto: be)

Fast eine Million Euro für die Gellersenhalle

Gut 1,1 Millionen Euro nimmt die Samtgemeinde Gellersen in die Hand, um ihre Gellersenhalle fit für die Zukunft zu machen. Neben dem Vereins- und Breitensport ist sie als Veranstaltungsort wichtig für die Samtgemeinde.

Reppenstedt. Fast 40 Jahre Sport und Veranstaltungen haben Spuren hinterlassen. Die Gellersenhalle in Reppenstedt benötigt dringend eine Renovierung. Besonders der Hallenboden hat unter der Belastung der vergangenen Jahrzehnte gelitten. „Wir müssen ihn komplett austauschen, weil er im Laufe der Zeit stumpf geworden ist und sich nicht mehr aufarbeiten lässt“, berichtet Steffen Gärtner (CDU), Bürgermeister der Samtgemeinde Gellersen. Für gut 1,1 Millionen Euro saniert die Samtgemeinde jetzt die 1984 gebaute Sporthalle, die zuletzt Heimspielstätte der Bundesliga-Volleyballer der SVG Lüneburg war.

Alleine für den neuen Boden fällt die Hälfte der Gesamtkosten an. „Ohne finanzielle Hilfe könnten wir die Sanierung der Gellersenhalle nicht leisten“, räumt Gärtner ein. Daher freut er sich über die Finanzspritze, die Bund und Land nach Reppenstedt schicken: Einen Förderbescheid aus dem Programm „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ über 948.000 Euro gab es am Montagnachmittag. Die Landesbeauftragte Monika Scherf brachte die Bewilligung mit.

Umbau der Sanitärräume

Der marode Hallenboden ist nur eine Baustelle. Auch die Beleuchtung modernisiert die Samtgemeinde. „Wir installieren moderne LED-Technik. Dadurch sparen wir künftig nicht nur Stromkosten ein, sondern reduzieren auch den CO2-Ausstoß“, sagt der Verwaltungschef. Überdies steht die Erneuerung der Elektrik auf dem Sanierungsplan sowie Putz- und Malerarbeiten. Darüber hinaus ist der Umbau der Sanitärräume geplant: „Sie sind künftig barrierefrei und entsprechen dann dem modernen Standard.“

Da die Gellersenhalle die einzige Dreifeldhalle in der Samtgemeinde ist, sei es wichtig, diese für die nächsten Jahrzehnte fit zu machen, gute Bedingungen für den Breiten- und Vereinssport zu sichern, sagt er. „Wie wichtig sie ist, zeigt die Auslastung. Die Nachfrage nach Hallenzeiten ist so hoch, dass der Belegungsplan komplett dicht ist.“ Zudem spiele sie für die Samtgemeinde eine tragende Rolle als Veranstaltungsort über den Sport hinaus – etwa für die Gellersenmesse, Versammlungen der Feuerwehr, Seniorenveranstaltungen.

Bau einer weiteren Halle ist eine Idee

Gärtner berichtet, dass die Verwaltung wegen dieser hohen Auslastung bereits Gespräche mit den Sportvereinen geführt habe – mit Blick auf die weitere Entwicklung. „Weil die Gellersenhalle bereits an ihre Grenzen stößt.“

Die Diskussion über einen mögliche Ausbau der Infrastruktur laufe. „Wir müssen tätig werden. Dabei könnte der Bau einer neuen Sporthalle ein Weg sein“, erklärt der Bürgermeister. Er schränkt jedoch ein, dass dies bislang nur eine Idee sei, ein Beschluss momentan überhaupt nicht zur Debatte stehe. „Das ist Sache der Politik. Sie entscheidet. Aber bis zum jetzigen Zeitpunkt ist ein möglicher Neubau in den Ratsgremien kein Thema gewesen.“

Von Stefan Bohlmann

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