Mittwoch , 30. November 2022
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Sie wollen sich für Oedeme stark machen: Ortsbürgermeisterin Christel John (CDU), ihre Stellvertreter Uwe Nehring (SPD, l.) und Carsten Schröder (r., Grüne) sowie die Ortsratmitglieder Knut Körner (CDU), Lutz Rosenkranz (CDU) und Hannelore Marienfeld (Grüne). (Foto: be)

Christel John macht’s erneut

Christel John (CDU) wurde zum dritten Mal zur Ortsbürgermeisterin von Oedeme gewählt. Ihre Stellvertreter sind Carsten Schröder (Grüne) und Uwe Nehring (SPD). Die Stadt bringt Antworten zu Verkehrsfragen in den Ortsrat Oedeme.

Lüneburg. Anliegen und Kritik von Oedemer Bürgern trägt sie im Zusammenspiel mit den Ortsratsmitgliedern ins Lüneburger Rathaus. Sachorientierung und ein nachhaltiges Agieren gehören dabei zu den Stärken von Christel John (CDU). Die Bürger hatten das bereits bei der Kommunalwahl im September honoriert, mit 1303 Stimmen erzielte sie das beste Ergebnis für den Einzug in den Oedemer Ortsrat. Der wählte sie nun einstimmig bei der konstituierenden Sitzung erneut zur Ortsbürgermeisterin. Zu ihren Stellvertretern wurden Carsten Schröder (Grüne) und Uwe Nehring (SPD) gewählt, auch für sie fiel das Votum einstimmig aus.

Es ist bereits das dritte Mal, dass der Christdemokratin das Amt übertragen wird. Erste Gratulantin war Lüneburgs neue Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch (Grüne), die "frisch von der Sitzung des deutschen Städtetages" zur konstituierenden Sitzung gekommen war. Sie beglückwünschte John, ihre Stellvertreter sowie die Ortsratsmitglieder zur Wahl. Sie freue sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit, um die Stadt und ihre Quartiere voranzubringen.

Parteipolitik soll hinten anstehen

Christel John bedankte sich für das ihr entgegengebrachte Vertrauen. Sie freue sich weiterhin auf gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Auch künftig solle Parteipolitik hinten anstehen, "wenn wir im Ortsrat Lösungen erzielen wollen". Einen dicken Blumenstrauß bekam sie von den Landfrauen, dazu Applaus vom Publikum und Ortsratskolleginnen und -kollegen.

Zuvor waren Susanne Neuhaus (Grüne), Alfons Bauer-Ohlberg (Grüne) sowie Bernd Gresny (SPD) offiziell verabschiedet worden, da sie in der neuen Wahlperiode nicht mehr dem Ortsrat Oedeme angehören werden. Als Dankeschön für ihr ehrenamtliches Engagement überreichte John ihnen auch Präsentkörbe. Neu eingezogen in das Gremium sind Hannelore Marienfeld und Carsten Schröder (beide Grüne), die in der Sitzung verpflichtet wurden.

Fragen zu Zebrastreifen vor Kitas

Neuer Chef des Lüneburger Ordnungsamtes ist Mathias Dorn, der sich bei der Sitzung vorstellte. Sein Kollege Marcel Zipser nahm Stellung zu Anliegen von Bürgern, die an den Ortsrat herangetragen wurden. So wünschen sich Eltern die Einrichtung von Zebrastreifen vor den beiden Kitas. Dafür müsse laut einer Richtlinie jedoch eine bestimmte Verkehrsstärke gegeben sein, erläuterte Zipser.

Diese bezieht sich auf die Autos, aber auch Personen, die die Straße überqueren. Eine entsprechende Verkehrsstärke sei jedoch laut Beobachtung nicht gegeben. Außerdem seien Zebrastreifen bei Tempo 30, wie in der Straße vorgegeben, entbehrlich. Die Bushaltebucht erleichtere zudem das Überqueren.

Tempo 30 nicht zulässig

Aus Sicht von Bürgern sorgen parkende Fahrzeuge hinter dem Kurvenbereich der Schmiedestraße regelmäßig für Vollbremsungen. Die Stadt beurteilt auch in Absprache mit Andreas Dobslaw, Verkehrsexperte bei der Polizei, dass es sich hier um keinen Unfallschwerpunkt handele. Eine Anordnung von Tempo 30 sei rechtlich nicht zulässig, da es sich um eine Hauptsammelstraße handelt. Ein Halteverbot sei dort nicht auszusprechen.

Gute Nachricht brachte Thomas Wiebe von der Verwaltung mit in den Ortsrat. Der Hasenburger Weg soll zwischen den Hausnummern 55 bis 61 im kommenden Jahr flott gemacht werden, denn dort hatte es Kanalbauarbeiten gegeben. 2023 soll die Fahrbahn am Ortsausgang Richtung Heiligenthal an den Rändern mit Rasengittersteinen befestigt werden, zudem soll der Radweg eine neue Decke bekommen und auf eine Breite von 2,50 Meter gebracht werden.

Von Antje Schäfer

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