Mittwoch , 28. September 2022
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Erste Eckpunkte für den Neubau der Lauenburger Elbbrücke liegen jetzt vor.
Erste Eckpunkte für den Neubau der Lauenburger Elbbrücke liegen jetzt vor. Dieser könnte bis zu 350 Millionen Euro kosten und zehn Jahre dauern. (Foto: be)

Neue Elbbrücke Lauenburg könnte bis zu 350 Millionen kosten

Die Verkehrsminister von Schleswig-Holstein und Niedersachsen, Bernd Buchholz und Bernd Althusmann, haben in Lauenburg die Pläne für den Neubau der Lauenburger Elbbrücke erstmals öffentlich vorgestellt.

Hohnstorf/Elbe. Eckpunkte für den geplanten Neubau der Lauenburger Elbbrücke sind am Freitag während der ersten öffentlichen Erörterung der Pläne bekannt geworden. Planungen und Neubau der Elbquerung, einer Ortsumgehung für Lauenburg sowie die parallele Sanierung der alten Brücke, die weiterhin für den Bahnverkehr in Betrieb bleiben soll, werden mindestens zehn Jahre in Anspruch nehmen.

Brücke oder Tunnel

Zu dieser Einschätzung kam der Wirtschafts- und Verkehrsminister von Schleswig-Holstein, Bernd Buchholz (FDP), bei der Veranstaltung in Lauenburg, an der auch sein niedersächsischer Amtskollege Bernd Althusmann (CDU) teilnahm.

Für die Neubaumaßnahmen rechnen Fachleute nach ersten groben Schätzungen mit Kosten von rund 150 bis 350 Millionen Euro, je nachdem, ob am Ende eine Brücke oder vielleicht auch ein Tunnel realisiert wird. Nach den Worten von Planerin Britta Lüth sei es das Ziel, die Vorplanung und Ermittlung der Vorzugsvariante bis Mitte 2024 fertigzustellen.

Bisherige Elbquerung wird für Bahnverkehr ertüchtigt

Zwar solle die Brücke für die Schiene in den kommenden Jahren wieder ertüchtigt werden, doch klar sei für den Bund und die beiden ausführenden Länder, dass für die Bundesstraße 209 ein zukunfts- und leistungsfähiger neuer Brückenschlag nötig sei, meinte Buchholz.

Wie die beiden Minister und die zuständige schleswig-holsteinische Planerin Britta Lüth den Bürgerinnen und Bürgern erläuterten, werden aufgrund der räumlichen Nähe der Brückenneubau und die Ortsumgehungen bei Lauenburg gemeinsam untersucht. Dafür würden sowohl Trassenverläufe entlang der bestehenden Elbquerung als auch weitere Varianten westlich und östlich von Lauenburg und Hohnstorf geprüft (LZ berichtete).

Enorme Bedeutung für Pendler und Touristen

Der Neubau einer Elbquerung bei Lauenburg ist nach Einschätzung beider Verkehrsminister die wesentliche Voraussetzung für eine dauerhaft prosperierende Region. „Eine neue leistungsfähige Straßenverbindung zwischen unseren Ländern ist neben der Elbquerung bei Geesthacht von enormer Bedeutung für Pendler und Touristen sowie den wirtschaftlichen Austausch“, sagte Buchholz.

Althusmann erklärte in einer gemeinsamen Presseinformation: „Der Straßenverkehr im nordöstlichen Niedersachsen in Richtung Norden ist auf die festen Elbquerungen in Lauenburg und Geesthacht angewiesen.“

Schlechteste Zustandsnote, die in Deutschland vergeben wird

Auslöser für die vom Bund angestoßenen Planungen, die auch eine weiträumige Umfahrung von Lauenburg im Zuge der Bundesstraße 5 vorsehen, ist der schlechte Zustand der bestehenden Elbbrücke. „Diese hat mittlerweile leider die schlechteste Zustandsnote, die in Deutschland vergeben wird“, berichtete Buchholz. lz

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