Donnerstag , 1. Dezember 2022
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Stallpflicht für Geflügel
Die Vogelgrippe ist im Landkreis Harburg ausgebrochen. (Symbolfoto: t&w)

Geflügelpestausbruch im Landkreis Harburg

Geflügelpestausbruch in einem Betrieb in der Samtgemeinde Tostedt: Das Veterinäramt ergreift alle notwendigen Schritte, um den Ausbruch einzudämmen.

Harburg. Die Vogelgrippe (Aviäre Influenza/Geflügelpest) ist im Landkreis Harburg in einem Geflügelbetrieb im Bereich Wistedt (Samtgemeinde Tostedt) ausgebrochen. Das teilt der Landkreis Harburg in einer Pressemitteilung mit.  Betroffen ist eine Gänseherde mit rund 1200 Elterntieren. Insgesamt werden auf dem Betrieb rund 33.000 Tiere in verschiedenen, räumlich getrennten Herden gehalten. Das Veterinäramt des Landkreises Harburg ergreift in enger Abstimmung mit dem Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, dem niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebenssicherheit (LAVES) sowie den Nachbarkreisen Rotenburg (Wümme) und Heidekreis alle notwendigen Schritte, um den Ausbruch einzudämmen.

Ab Mittwoch Stallpflicht für Geflügel

Der Betrieb wurde sofort nach dem Bekanntwerden des Geflügelpest-Verdachts vollständig gesperrt und Proben zur Auswertung an das LAVES und das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) geschickt. Um eine weitere Ausbreitung der Geflügelpest auf andere Tierherden des Betriebs und weitere Geflügelbetriebe in der Region zu unterbinden, wurde zunächst die Tötung der derzeit betroffenen rund 1200 Gänse angeordnet. Nachdem das FLI den Ausbruch der Geflügelpest vom Subtyp H5N1 nach Auswertung der Proben bestätigt hat, bereitet das Kreisveterinäramt weitere Maßnahmen vor.

Voraussichtlich am kommenden Mittwoch, 1. Dezember 2021, richtet die Kreisverwaltung eine Schutz- (drei Kilometer Radius um den betroffenen Betrieb) und eine Überwachungszone (zehn Kilometer Radius um den Betrieb ein) ein, in denen strenge Seuchenschutzmaßnahmen gelten. Außerdem gilt ebenfalls ab Mittwoch Stallpflicht für Geflügel im gesamten Landkreis Harburg. Beide Maßnahmen werden am Dienstag, 30. November 2021, per Allgemeinverfügung in Kraft gesetzt. lz