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Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch und Landrat Jens Böther. (Fotos: t&w)
Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch und Landrat Jens Böther. (Fotos: t&w)

Oberbürgermeisterin und Landrat appellieren an Bevölkerung

Jens Böther und Claudia Kalisch bitten wegen der angespannten Corona-Lage um Rücksichtnahme: "Wir müssen unsere Kontakte reduzieren und mit der Impfung die Infektionsgefahr so weit wie möglich verkleinern." Die Testmöglichkeiten in Hansestadt und Landkreis Lüneburg werden kurzfristig ausgeweitet.

Lüneburg. Gemeinsam einen Lockdown verhindern: Die Corona-Fallzahlen sind auf Rekordniveau, im Landkreis Lüneburg gilt seit Mittwoch, 1. Dezember, die Warnstufe 2, genau wie in weiten Teilen Niedersachsens. Vor diesem Hintergrund rufen Landrat Jens Böther und Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch die Menschen in der Region gemeinsam zum Handeln auf: „Unsere Kontakte reduzieren und mit der Impfung die Infektionsgefahr so weit wie möglich verkleinern – das ist der Kern, an dem wir alle gemeinsam gerade arbeiten müssen.“ Das teilte der Landkreis in einer Pressemitteilung mit. Die Bitte von Kalisch und Böther: „Überlegen Sie genau: Welches Treffen, welche Aktivität ist gerade wirklich notwendig? Worauf kann ich vielleicht verzichten?“ Und an alle, die noch nicht geimpft sind: „Bitte nutzen Sie schnellstmöglich die Impfangebote.“ Landrat und Oberbürgermeisterin schließen sich damit dem Appell von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Leopoldina an.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Lüneburg setzt derzeit volle Kraft in die Kontaktnachverfolgung, die insbesondere bei den hohen Fallzahlen sehr zeitaufwändig ist. Hier können Betroffene mithelfen: „Wenn Sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden oder den akuten Verdacht haben, stellen Sie bitte vorausschauend eine Kontaktliste mit Telefonnummern zusammen“, sagt Yvonne Hobro, Fachbereichsleiterin Soziales beim Landkreis Lüneburg. „Wir benötigen die engen Kontakte bis zwei Tage vor Symptombeginn bzw. zwei Tage vor dem Test. Wenn wir die Liste fertig bekommen, können wir schneller loslegen und alle informieren.“ Um die Aufgaben bewältigen zu können, sind ab Mittwoch, 1. Dezember, wieder zehn Soldaten der Bundeswehr als Containment Scouts im Einsatz. „Für diese Unterstützung sind wir sehr dankbar.“

Aufgrund der neuen 2G-Plus-Regelungen sind die Testkapazitäten in Hansestadt und Landkreis Lüneburg aktuell ein wichtiges Thema für viele Menschen. An einigen Teststationen gab es längere Warteschlangen. „In den nächsten Tagen eröffnen an vielen Stellen neue Testmöglichkeiten“, kündigt Yvonne Hobro an. „Dazu sind wir frühzeitig aktiv auf zuverlässige Anbieter zugegangen. Heute haben wir mehrere Anträge genehmigt – da tut sich etwas.“ Zudem können Gastronomiebetriebe und andere von 2G-Plus betroffene Betriebe für ihre Kundschaft beaufsichtigte Selbsttests anbieten und diese dokumentieren – so kann der Testnachweis innerhalb der nächsten 24 Stunden weiterverwendet werden. Das Formular ist unter corona.landkreis-lueneburg.de zu finden.

Auch die Hansestadt Lüneburg ist bei den Tests mit im Boot: "Ich unterstütze nach Kräften die Bemühungen des Landkreises, Teststrukturen wiederaufzubauen, zum Beispiel indem wir bei der Suche nach Räumen für neue Stationen im Stadtgebiet helfen“, betont Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. „Die Infrastruktur ist leider unter den Entscheidungen von Bund und Land in die Knie gegangen“, sind sich Stadt und Kreis einig. „Umso wichtiger ist es jetzt, zusammenzurücken und miteinander Solidarität zu zeigen.“

Eine ständig aktualisierte Übersicht zu den gesetzlichen Regelungen sowie zu den Impf- und Testmöglichkeiten gibt es im Internet unter corona.landkreis-lueneburg.de.

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