Sonntag , 4. Dezember 2022
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Dr. Julia Verlinden rückt bei den Grünen auf, ist nun eine fünf StellvertreterInnen der Fraktionsführung. (Foto: privat)
Dr. Julia Verlinden rückt bei den Grünen auf, ist nun eine fünf StellvertreterInnen der Fraktionsführung. (Foto: privat)

Verlinden nun in der Fraktionsspitze

Lüneburgs Einfluss an den Berliner Schaltstellen der Macht wächst. Julia Verlinden wurde von der Grünen-Bundestagsfraktion zu Fraktionsvize gewählt. Sie ist damit an einer Nahtstelle: Einerseits gilt es, die grünen Abgeordneten auf Linie zu bringen. Andererseits die grünen Minister zu kontrollieren.

Lüneburg/Berlin. Die Lüneburger Bundestagsabeordnete der Grünen, Julia Verlinden, steigt in die Fraktionsspitze ihrer Partei auf. Am Dienstagabend wurde sie nach Aussage ihres Büros "mit klarer Mehrheit" zu einer von fünf stellvertretenden FraktionschefInnen der Grünen gewählt. Sie hatte sich um dieses einflussreiche Amt beworben. Die Grünen-Fraktion im Bundestag ist mit 118 Abgeordneten so groß – und so jung – wie nie. Und trägt Verantwortung. Es gilt, die Fraktionsdisziplin zu wahren, damit Beschlüsse der Ampel umgesetzt werden können.

Verlinden zuständig für zentrale grüne Inhalte

Verlinden wird sich im Vorstand um die Themenbereiche Klima, Energie, Bauen, Umwelt, Verkehr, Landwirtschaft und Tourismus kümmern.

In ihrer neuen Funktion will sie, dass der ökologische Sachverstand innerhalb der Fraktion "wirkungsvoll in die Regierungsarbeit einfließt. So können wir dem anstehenden Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft Rückenwind verleihen."

Julia Verlinden war in der nach der Bundestagswahl brodelnden Gerüchteküche als mögliche Parlamentarische Staatssekretärin gehandelt worden. Doch in dem turbulenten Poker um Posten im Kabinett kam die 42 Jahre alte promovierte Umweltwissenschaftlerin nicht zum Zuge. Der Proporz spielte bei Neuformierung der Parteispitze eine große Rolle. jz

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