Montag , 5. Dezember 2022
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Bunte Papierboote am Stintmarkt symbolisierten während der Aktioin der Gruppe Seebrücke die gefährliche Fluchtroute über das Mittelmeer. (Foto: t&w)
Bunte Papierboote am Stintmarkt symbolisierten während der Aktioin der Gruppe Seebrücke die gefährliche Fluchtroute über das Mittelmeer. (Foto: t&w)

Kreativer Protest für Flüchtlinge an Europas Außengrenzen

Seebrücke weist mit künstlerischen Aktionen auf die Situation von Flüchtlingen und die Verantwortung Europas an seinen Außengrenzen hin.

Lüneburg. Unter dem Motto "Grünes Licht für Aufnahme" demonstrierten am Freitagnachmittag die Mitglieder der Gruppe Seebrücke Lüneburg sowie rund 50 Demonstrierende für mehr Solidarität mit geflüchteten Menschen. "Dafür haben wir an vier Orten in der Stadt kreative Stationen organisiert, die auf verschiedene Stellen an den europäischen Grenzen aufmerksam machen sollen", berichtet Mitstreiterin Elisabeth Schmidt-Ott, während sie den Platz am alten Kran mit grünen Windlichtern eindeckt. Hier am Stintmarkt beginnt die Demonstration. Bunte Papierboote und orangene Schwimmwesten weisen auf die Fluchtroute über das Mittelmeer hin, "die gefährlichste Außengrenze der Welt", wie Schmidt-Ott sagt.

Seebrücke sammelt mit Landkreis Spenden für die "Ocean Viking"

Der Zug bewegte sich anschließend Richtung Marktplatz, wo errichtete Zelte an die Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln erinnern. Weitere Themen-Schwerpunkte sind an diesem Nachmittag die polnisch-belarussiche Grenze mit einer Kunstinstallation am Lambertiplatz sowie am Platz am Sande die Entwicklungen der letzten Wochen in Afghanistan. Alle Spenden, die während der Aktion gesammelt wurden, gehen an das zivile Rettungsschiff "Ocean Viking" der europäischen Seenotrettungsorganisation SOS Mediterranee, für das der Landkreis Lüneburg im Juni eine Patenschaft übernommen hat.

Von Katja Hansen

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