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Das Land Niedersachsen verschärft die Corona-Regeln. Ab Sonntag gilt im Einzelhandel 2G. Die Schulen bleiben geöffnet, aber nach den Ferien wird die Maskenpflicht ausgeweitet. (Foto: phs)Das Land Niedersachsen verschärft die Corona-Regeln. Ab Sonntag gilt im Einzelhandel 2G. Die Schulen bleiben geöffnet, aber nach den Ferien wird die Maskenpflicht ausgeweitet. (Foto: phs)
Das Land Niedersachsen verschärft die Corona-Regeln. Ab Sonntag gilt im Einzelhandel 2G. Die Schulen bleiben geöffnet, aber nach den Ferien wird die Maskenpflicht ausgeweitet. (Foto: phs)

Diese Corona-Regeln gelten ab 12. Dezember

Niedersachsen setzt die Bund-Länder-Beschlüsse mit einer neuen Verordnung um. Die Landesregierung geht aber noch einen Schritt weiter bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Ab Heiligabend gilt eine "Weihnachtsruhe".

Hannover. Niedersachsen passt seine Corona-Verordnung erneut an. Ab 12. Dezember gelten teilweise neue Regeln. Hintergrund sind die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz, die umgesetzt werden sollen, aber auch die Furcht vor der Omikron-Variante. Omikron sei ansteckender und könne die Immunantwort mindestens teilweise umgehen, sagt Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Was sich laut Staatskanzlei ändert:

  • Weihnachtsruhe: Vom 24. Dezember 2021 bis zum 2. Januar 2022 sollen in Niedersachsen die verschärften Regelungen der Warnstufe drei angewendet werden. Das bedeutet, dass für Ungeimpfte strenge Kontaktbeschränkungen auf einen Haushalt plus zwei Personen gelten. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit. Kindergeburtstage sind also weiter möglich. In dieser Zeit sind private Zusammenkünfte von Geimpften und Genesenen nur noch bis 25 Personen im Innenbereich und bis 50 Personen im Außenbereich zulässig. Kinder und Jugendliche werden bei den 25 Personen mitgerechnet. Veranstaltungen mit mehr als zehn Personen sind generell in Warnstufe drei sowohl drinnen als auch draußen nur noch zulässig, wenn alle Teilnehmer geimpft oder genesen und zusätzlich getestet sind. Tanzveranstaltungen sind in Warnstufe drei und in Hotspots verboten, ebenso Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen und Messen. Weihnachtsmärkte müssen in dieser Zeit schließen, ebenso alle Clubs und Diskotheken.
  • Schule: Es wird keine Änderung beim Ferientermin geben. Die Weihnachtsferien dauern vom 23. Dezember 2021 bis zum 7. Januar 2022. Das Land hebt jedoch die Präsenzpflicht vom 20. bis zum 22. Dezember auf. Erziehungsberechtigte können ihre Kinder in dieser Zeit mit formlosem Antrag bei der Schule für bis zu drei Tage vom Präsenzunterricht befreien. Distanzlernen findet für diese Schüler nicht statt.Mit dem Schulbeginn am 10. Januar plant das Kultusministerium eine einwöchige Sicherheitsphase mit fünf Tests für alle, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind. Für schulisches Personal gilt 3G. Am 17. Januar folgt die Rückkehr zum gewohnten Testregime (dreimal pro Woche). Auch Schüler unter 14 Jahren, die bislang eine Stoffmaske tragen durften, müssen nach den Weihnachtsferien mindestens eine medizinische Maske tragen.
  • Einzelhandel: Der Zutritt zum Einzelhandel wird ab diesem Sonntag auf geimpfte und genesene Personen begrenzt. In den Geschäften soll eine medizinische Maske getragen werden. Die Geschäftsinhaber müssen die Kunden kontrollieren. Alternativ können die Kunden nach einer Kontrolle durch eine dafür bestimmte Stelle eine unverwechselbare und nicht übertragbare Kennzeichnung erhalten, die zum Zutritt berechtigt (Bändchenlösung). Ausgenommen von der 2G-Regel ist die Grundversorgung, also Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und Drogerien.
  • Corona-Hotspots: Private Zusammenkünfte von (ausschließlich Geimpften und Genesenen) sollen ab der Warnstufe drei und in Hotspotregionen ab einer Inzidenz von 350 Neuinfektionen künftig nur noch bis zu einer Obergrenze von 50 Personen drinnen und 200 Personen draußen zulässig sein. Zwischen Weihnachten und Neujahr werden diese Grenzen auf 25 Personen drinnen und 50 Personen draußen reduziert. Bei Veranstaltungen soll in Warnstufe drei und in Hotspotregionen zukünftig drinnen wie draußen die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske gelten, auch im Sitzen. Ab der Warnstufe drei und in regionalen Hotspots soll auch draußen die Vorgabe 2G-plus greifen.
  • Tests: Generell sollen zwei Erleichterungen für die 2G-plus-Regel in die Corona-Verordnung aufgenommen werden. Die eine Erleichterung betrifft die Menschen, die bereits eine Auffrischungsimpfung (Booster) erhalten haben, sowie Menschen mit einer Durchbruchsinfektion nach vollständiger Erst- und Zweitimpfung.

Außerdem sollen in der Warnstufe zwei die Inhaber von Gastronomiebetrieben sowie Veranstalter die Möglichkeit haben, auf zusätzliche Tests zu verzichten, wenn nur 70 Prozent der Kapazitäten genutzt werden. Dann würde in diesen Einrichtungen 2G statt 2G-plus gelten. Für den Hallensport soll die Möglichkeit eingeräumt werden, bei einer Begrenzung auf zehn Quadratmeter pro Sportler ebenfalls auf Tests zu verzichten. Auch dort bliebe es dann bei 2G.

Von Marco Seng

Die Änderungsverordnung kann hier als PDF heruntergeladen werden. Eine ausformulierte Lesefassung wird Anfang der Woche erwartet.

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