Samstag , 3. Dezember 2022
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2G oder 2G plus? Mit FFP2-Maske oder reicht auch eine OP-Maske? Antworten darauf gibt die neue Corona-Verordnung. Foto: (A/t&w)

Warnstufe 2: Diese Regeln gelten aktuell in Lüneburg

Ungeimpfte dürfen sich ab sofort nur noch mit zwei anderen Personen aus einem anderen Haushalt treffen. Das geht aus der neuen niedersächsischen Corona-Verordnung hervor. Doch auch für Geimpfte gibt es Vorschriften. Ein Überblick über die Regeln in der Warnstufe 2.

Lüneburg. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat die 2G-Regel im Einzelhandel in Niedersachsen am 16. Dezember vorläufig außer Vollzug gesetzt. Ab sofort müssen Kunden keinen Geimpft- oder Genesenennachweis mehr vorlegen, dafür aber eine FFP2-Maske tragen. Was gilt außerdem in der derzeitigen Warnstufe 2? Ein Überblick:

Regeln: 2G, 3G, 2G plus

  • 3G-Regel: Zur Erfüllung diese Regel muss man geimpft, genesen oder tagesaktuell negativ getestet sein.
  • 2G-Regel: Zur Erfüllung dieser Regel muss man geimpft oder genesen sein.
  • 2G-plus-Regel: Zur Erfüllung dieser Regel muss man geimpft oder genesen sein und ein tagesaktuelles negatives Testergebnis vorweisen.

Ausnahmen

  • Wer bereits eine Booster-Impfung, also eine Auffrischungsimpfung, erhalten hat. benötigt bei 2G plus keinen tagesaktuellen negativen Test mehr.
  • Wer doppelt geimpft ist und danach dennoch eine Coronainfektion hatte und dann nachweislich genesen ist, muss ebenfalls keinen Test mehr vorlegen.

Kontaktbeschränkungen

  • Für Ungeimpfte werden Kontakte stark eingeschränkt. Ab sofort sich ein Haushalt nur noch mit zwei weiteren Personen aus einem anderen Haushalt treffen. Kinder unter 14 Jahre zählen allerdings nicht mit. Die Regelung gilt laut Paragraf 7a auch für Warnstufe 1.
  • Für Geimpfte oder Genesene sind private Treffen dagegen uneingeschränkt zulässig. Ab 15 Personen gelten aber die Regeln für Veranstaltungen.

Veranstaltungen

  • Veranstaltungen (ab 15 bis zu 500 Teilnehmer): Bei Treffen im Innenbereich gilt die 2G-plus-Regel – alle Teilnehmer müssen genesen oder geimpft sein und ein aktuelles negatives Testergebnis vorweisen. Teilnehmer müssen eine FFP2-Maske tragen – auch im Sitzen. Zudem müssen die Kontaktdaten erfasst werden. Diese Regeln gelten auch in Theatern, Kinos, Museen, anderen Kulturinstitutionen und im Sport. Wenn die Auslastung auf 70 Prozent beschränkt wird, gilt stattdessen 2G.
  • Bei Treffen im Freien gilt die 2G-Regel.
  • Die Anzahl der Besucher wird auf 2500 drinnen beziehungsweise 5000 draußen begrenzt.

Einzelhandel

Die 2G-Regel im Einzelhandel wurde vom Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg am 16. Dezember vorläufig aufgehoben. Kunden müssen nun keinen Impf- oder Genesenennachweis mehr vorlegen. Dafür muss im Einzelhandel eine FFP2-Maske getragen werden.

Sport

  • Für den Sport in geschlossenen Räumen, Fitnessstudios und zum Beispiel Kletterhallen gilt die 2G-plus-Regel. Gleiches gilt auch für den Besuch von Saunen, Schwimmbädern und Spaßbädern wie dem SaLü, zudem müssen aber Kontaktdaten aufgenommen werden.
  • Alternativ zur 2G-plus-Regel kann die Kapazität auf eine Person pro 10 Quadratmetern beschränkt werden. Dann gilt die 2G-Regel.
  • Außer beim Sporttreiben selbst besteht grundsätzlich eine FFP2-Maskenpflicht.
  • Sport draußen: Unter freiem Himmel gelten die 2G-Regeln. In Duschen und Umkleiden jedoch 2G plus. Wer also nach dem Sport duschen will und nicht getestet muss, muss daheim duschen.
  • Sportveranstaltungen: 2G für Zuschauer möglich, wenn deren Zahl begrenzt wird (in der Regel auf 500) und weitere Hygienevorschriften eingehalten werden. Der Adendorfer EC und die SVG Lüneburg stellen ab sofort wieder auf 2G um.
  • Für Sport, der fürs Tierwohl unerlässlich ist, gilt 3G.

Gastronomie

  • In der Innengastronomie gilt 2G plus. Zudem müssen Gäste bis zum Sitzplatz eine FFP2-Maske tragen und ihre Kontaktdaten müssen dokumentiert werden. Im Außenbereich gilt 2G. Diese Regeln gelten nicht für Jugendliche unter 18 Jahren.
  • Ausnahme: Wenn die Auslastung auf 70 Prozent eingeschränkt wird, gilt 2G.
  • Bars, Diskos, Clubs, Shisha-Lokale: 2G plus im Innenbereich und eine Kapazitätsbegrenzung auf 50 Prozent. Eine FFP2-Maske muss auch im Sitzen oder beim Tanzen getragen werden. Im Außenbereich gilt 2G. Diese Regeln gelten auch für Jugendliche unter 18 Jahren.

Dienstleister

  • Für körpernahe Dienstleistungen, also zum Friseur oder Nagelpflege, gilt die 3G-Regel – sowohl in geschlossenen Räumen als auch draußen. Diese Regelung wurde angepasst, das das Lüneburger Oberverwaltungsgericht die alte 2G-Vorgabe gekippt hatte, da es unangemessen sei, wenn Ungeimpfte vollständig von allen körpernahen Dienstleistungen ausgeschlossen worden wären.

Maskenpflicht:

  • FFP2-Masken oder Masken mit einem vergleichbar hohem Schutzstandard müssen fast überall getragen werden. Neu ist diese Pflicht im ÖPNV, also in Bussen und Bahnen sowie an Haltestellen.
  • Maskenpflicht in der Lüneburger Innenstadt (gilt bereits seit 26. November). Die Maske darf nur zum zum Essen und Trinken abgenommen werden.
  • Kinder von 6 bis 14 dürfen eine OP-Maske tragen, Kinder unter 6 sind noch immer von der Maskenpflicht befreit.
  • Ab 10. Januar muss in Schulen eine medizinische Maske getragen werden.
  • Auf Wochenmärkten: OP- oder FFP2-Maske
  • Im Einzelhandel muss eine FFP2-Maske getragen werden.

Silvester

Im Gegensatz zum Vorjahr, wo außerhalb der eigenen Wohnung nur Treffen mit nicht mehr als fünf Personen erlaubt waren, gilt in diesem Jahr für private Zusammenkünfte eine modifizierte Regelung: Unter freiem Himmel dürfen bis zu 50 vollständig geimpfte oder genesene Personen zusammenkommen, in geschlossenen Räumen höchstens 25.

Von Werner Kolbe

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