Samstag , 3. Dezember 2022
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Auch in Lüneburg gilt zurzeit die Warnstufe 3. An welche Regeln müssen sich Lüneburger dann halten? Hier gibt es einen Überblick. (Foto: phs)

Diese Regeln gelten bei Warnstufe 3 und während der “Winterruhe”

Die „Winterruhe“ ist erneut verlängert worden und gilt nun bis zum 23. Februar. Steigt die Inzidenz im Landkreis auf über 350 greift ebenfalls die Warnstufe 3. Die LZ hat die wichtigsten Regeln übersichtlich zusammengefasst. 

+ + Update, 16. Februar, 16.05 Uhr:

Nach Informationen des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) haben sich Bund und Länder auf einen Exit-Stufenplan aus den Corona-Beschränkungen geeinigt. Erste Regeln sollen in den kommenden Tagen Fallen, nächster Öffnungsschritt ist dann am 4. März. In dem Drei-Stufen-Plan heißt es weiter: „In einem dritten und letzten Schritt ab dem 20. März 2022 sollen alle tiefgreifenderen Schutzmaßnahmen entfallen, wenn die Situation in den Krankenhäusern dies zulässt.“
In einem ersten Schritt sollen Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene demnach komplett – „ohne Begrenzung der Teilnehmendenzahl“ – wegfallen. Die in vielen Bundesländern schon aufgegebene Zugangsregel im Einzelhandel nur für Geimpfte und Genesene (2G) soll bundesweit gekippt werden. Es müssten aber medizinische Masken getragen werden. In einem zweiten Schritt soll ab dem 4. März der Zugang zur Gastronomie und Hotellerie nicht nur Geimpften und Genesenen, sondern auch Personen mit negativem Test (3G) ermöglicht werden. Bei überregionalen Großveranstaltungen – inklusive Sport – soll gelten: im Innenbereich eine Auslastung bis 60 Prozent der Höchstkapazität, maximal 6000 Zuschauer; im Außenbereich bis 75 Prozent der Höchstkapazität, maximal 25.000 Zuschauer.

Weitere Informationen hier.

Lüneburg. Liegt der Hospitalisierungsindex in Niedersachsen zwischen über neun, der 7-Tage-Inzidenzwert im Landkreis Lüneburg bei über 200 und die Intensivbettenauslastung in Niedersachen bei über 15 Prozent, befindet sich der Landkreis in der Warnstufe 3. Regionale HotSpots, also Landkreise mit einer Inzidenz von über 350, werden wie Warnstufe 3 behandelt. Unabhängig davon gilt in ganz Niedersachsen bis zum 23. Februar die Warnstufe 3.

Hier finden Sie die Regeln der Warnstufe 3 übersichtlich zusammengefasst.

Ab sofort benötigt das Gesundheitsamt des Landkreises Lüneburg die aktive Mithilfe von positiv Getesteten, um deren Kontakte nachzuverfolgen und zu informieren. Dazu wenden sich Betroffene direkt an den Landkreis – und zwar über die Corona-Themenseite https://corona.landkreis-lueneburg.de. Dort finden sie einen Onlinefragebogen. Diesen füllen sie aus und schicken ihn an das Gesundheitsamt, sobald sie ihr positives Testergebnis von der Arztpraxis oder direkt vom Labor erhalten. Neu ist auch: Einen Anruf vom Gesundheitsamt gibt es erstmal nicht. Unter Quarantäne stehen Betroffene bereits automatisch, wenn ihr Corona-Test positiv ist – so legt es die Corona-Absonderungsverordnung des Landes Niedersachsen vom 14. Januar 2022 fest. Eine Anordnung durch das Gesundheitsamt ist dafür nicht notwendig. Mehr dazu HIER.

Testpflicht

  • In Kitas wird ab 15. Februar eine Testpflicht für Kinder ab drei Jahren eingeführt. Kita-Kinder müssen sich dann dreimal wöchentlich testen lassen. Kann ein Kind nachweislich keinen Test machen, muss sich stattdessen ein Elternteil regelmäßig testen, um eine Infektion in der Familie auszuschließen.
  • In Schulen gilt weiterhin eine tägliche Testpflicht. Ausgenommen davon sind nur noch Schüler, die entweder dreimal geimpft sind oder doppelt geimpft und zusätzlich genesen sind.

Quarantäneregeln

Anmerkung: Die Quarantäne gilt für Kontaktpersonen, die Isolation für Infizierte.

  • Keine Quarantäne mehr für Geboosterte (auch für Doppeltgeimpfte und Genesene - das gilt je ein Vierteljahr).
  • Die Quarantäne und die Isolation dauern nur noch zehn Tage (bisher waren 14 Tage). Das soll dafür sorgen, dass wichtige Versorgungsbereiche nicht zusammenbrechen.
  • Betroffenen können sich nach sieben Tagen freitesten (PCR- oder Schnelltest). Beschäftigte in Krankenhäusern und in der Pflege müssen 48 Stunden symptomfrei sein. Für Schüler endet die Quarantäne durch einen PCR-Test nach fünf Tagen.

Regeln: 2G, 3G, 2G plus

  • 3G-Regel: Zur Erfüllung dieser Regel muss man geimpft, genesen oder tagesaktuell negativ getestet sein.
  • 2G-Regel: Zur Erfüllung dieser Regel muss man geimpft oder genesen sein.
  • 2G-plus-Regel: Zur Erfüllung dieser Regel muss man geimpft oder genesen sein und ein tagesaktuelles negatives Testergebnis vorweisen.
  • Die 2G-plus-Regel gilt nicht für Menschen, die geboostert sind, die vollständig geimpft und einmal genesen sind, deren Zweitimpfung nicht mehr als 90 Tage zurückliegt, deren Genesung mindestens 28 Tage, jedoch nicht länger als 90 Tage zurückliegt. Wer also schon seit 91 oder mehr Tagen als genesen gilt, muss sich wieder testen lassen
  • 2G und 2Gplus gelten nicht für Kinder und Jugendliche unter 18.

Kontaktbeschränkungen

  • Bei Ungeimpften gelten die gleichen Regeln wie in Warnstufe 1 und 2: Es darf sich ein Haushalt mit zwei weiteren Personen aus einem Haushalt treffen. Ausnahmen sind dabei Kinder bis 14 Jahre unabhängig von Haushalten und Betreuungspersonen.
  • Bei privaten Zusammenkünften von ausschließlich Geimpften und Genesenen gelten ab zehn Personen gilt 2G plus und FFP2-Maske auch beim Sitzen.
  • Private Zusammenkünfte von ausschließlich Geimpften und Genesenen sind nur bis 50 Personen drinnen und bis 200 Personen draußen zulässig.

 

FFP2-Maskenpflicht

  • im Einzelhandel (auch in Supermärkten, Apotheken und Drogerien)
  • in öffentlichen Verkehrsmitteln (ÖPNV)
  •  bei Zusammenkünften/privaten Feiern mit mehr als 10 Personen, auch am Sitzplatz
  • auf Demonstrationen
  • in der Gastronomie bis zum Sitzplatz und auf allen Wegen in den Räumlichkeiten
  • in Hotels/Pensionen im Innenbereich.
  • bei körpernahen Dienstleistungen
  • in Sportanlagen in geschlossenen Räumen, außer beim Sporttreiben selbst
  • in Innenbereichen von Kultureinrichtungen und Kinos, auch beim Sitzen
    Kinder von 6 bis 14 Jahren dürfen eine OP-Maske tragen, Kinder unter 6 Jahren sind von der Maskenpflicht befreit

Veranstaltungen (auch Kino und Theater)

  • Bei Veranstaltungen, an denen mehr als zehn Personen teilnehmen gilt drinnen und draußen die 2G-plus-Regel. Ein Schnelltest reicht dabei aus.
  • Tanzveranstaltungen sind verboten.
  • Wenn die Auslastung auf max. 70Prozent reduziert wird, gilt 2G statt 2G plus.
  • Drinnen und draußen muss eine FFP2-Maske getragen werden, auch im Sitzen.
  • Alle Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen sind verboten.
  • Diskotheken, Bars und Clubs werden geschlossen.
  • Großveranstaltungen sind verboten.

Gastronomie 

  • Drinnen und draußen gilt 2G plus (mit Schnelltest)
  • Wenn die Auslastung auf max. 70 Prozent reduziert wird, gilt 2G statt 2G plus.
  • Drinnen und draußen muss eine FFP2-Maske getragen werden, außer im Sitzen.
  • Kontaktdaten müssen aufgenommen werden.

Körpernahe Dienstleistungen

  • Drinnen und draußen gilt 3G (mit Schnelltest).
  • drinnen Medizinische Maske, außer bei Behandlungen, bei denen das Gesicht unbedeckt bleiben muss
  • Kontaktdaten müssen aufgenommen werden.

Einzelhandel

Die 2G-Regel im Einzelhandel wurde vom Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg am 16. Dezember vorläufig aufgehoben. Kunden müssen nun keinen Impf- oder Genesenennachweis mehr vorlegen.

Im Einzelhandel muss eine FFP2-Maske getragen werden.

Beherbergung 

  • Drinnen und draußen gilt 2G plus, mit Schnelltest bei Anreise, danach 2 mal in der Woche
  • Bei Übernachtungen im Rahmen von beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung gilt 3G, ebenfalls mit Schnelltest
  • Wenn die Auslastung auf max. 70 Prozent reduziert wird, gilt 2G statt 2G plus.
  • Kontaktdaten müssen aufgenommen werden.
  • Drinnen und draußen muss eine FFP2-Maske getragen werden, außer im Sitzen.

Sport

  • In Innenbereichen sowie draußen gilt beim Sport die 2G-plus-Regel.
  • Individualsport, bei dem sich der Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten lässt, ist wieder unter 3G-Bedingungen möglich, also auch für Ungeimpfte mit einem Testnachweis
  • Für Sport, der fürs Tierwohl unerlässlich ist, gilt 3G (mit Schnelltest).
  • Wenn 10 Quadratmeter pro sporttreibende Person zur Verfügung gestellt werden, gilt 2G statt 2G plus.
  • Drinnen und draußen muss eine FFP2-Maske getragen werden, außer beim Sporttreiben oder im Sitzen.

ÖPNV

  • Im ÖPNV gilt bundesweit 3G, zudem muss eine FFP2-Maske getragen werden.

(Alle Angaben ohne Gewähr)