Anzeige
Luna Jakob und Fabio Leone von der Leuphana vor der Herberge, der Übernachtungsstelle für Wohnungslose in Lüneburg. (Foto: t&w)

Fotoprojekt mit der Herberge

Mit Einwegkameras haben Bewohnerinnen und Bewohner der Herberge festgehalten, was ihnen besonders wichtig ist. Das Uni-Projekt soll Einblicke in den Bereich der Gesellschaft geben, den nur wenige haben – und zwar mit einem Blick von innen heraus.

Lüneburg. Mit sechs Einwegkameras ausgerüstet haben einige Bewohner der Herberge kürzlich Fotos für ein Uni-Projekt gemacht. Sie wurden gebeten, das zu fotografieren, das ihnen besonders wichtig ist.

Das konnten zum Beispiel Personen, Orte oder Gegenstände sein. Einen Namen hat das Ganze auch – Photovoice-Methode. Studentin Luna Jakob, eine von den Vieren, die das Projekt im Rahmen ihres Leuphanasemesters angeht, erklärt, was dahinter steckt: "Die Herberge ist ja ein Bereich, in den Studentinnen und Studenten eher keine Einblicke haben, und sie haben auch selten Berührungspunkte mit Wohnungslosen. Die Fotos können dabei helfen, hier in einen Austausch zu kommen."

Der Blick von innen ist entscheidend

Dadurch soll bestenfalls der Blick für die Belange der Wohnungslosen geschärft werden. "Und zwar nicht mit einem Blick von außen. Die Menschen zeigen selbst, was ihnen wichtig ist", sagt Luna Jakob. Mit der Photovoice-Methode sollen Stärken und Anliegen einer Gemeinschaft erfasst und reflektiert werden. Es geht zudem um den kritischen Dialog und darum, ein Thema am Ende auch in die Politik zu tragen.

Was in der Herberge am häufigsten fotografiert wurde, weiß bisher noch keiner, denn die Fotos müssen noch entwickelt werden. Wenn das geschehen ist, werden wir die Ergebnisse aber bekannt geben. lat/lvc

Kommentare

Sie wollen die Kommentare unter diesem Beitrag lesen und kommentieren?
Dann werden Sie LZ+-Abonnent. Informationen zum Digital-Abo der LZ finden Sie hier.