Samstag , 3. Dezember 2022
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Bei den Booster-Impfungen für Personen aus dem Kreis der Herberge setzt die Diakonie auf mobile Impf-Teams. Ein Problem sind manchmal verloren gegangene Nachweise. Hier ist ein Entgegenkommen von Ärzten und Behörden gefragt. (Foto: Adobe Stock)

Entgegenkommen bei fehlenden Impfnachweisen

Wer keine eigene Wohnung hat, hat es manchmal auch schwer, immer alle wichtigen Dokumente beisammen zu haben. Das gilt auch für die Impfnachweise. Hier kann es zu Problemen bei Kontrollen kommen – oder bei der nächsten Impfung. In Lüneburg gibt es jedoch ein großes Entgegenkommen, sagt Diakonie-Chef Michael Elsner.

Lüneburg. Der zweite Winter in der Corona-Pandemie stellt die Menschen in Wohnungsnot und Wohnungslosigkeit erneut vor Herausforderungen. Ein großer Teil der Hilfesuchenden hat zwar eine Impfung erhalten können, heißt es von der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W). Doch, so die BAG W weiter: "Ein gravierendes Problem für die Menschen ohne Wohnung bleiben die oft fehlenden Impfnachweise. Deshalb müssten dringend vorhandene Impfungen unkompliziert nachgewiesen und fehlende Dokumente wiederbeschafft werden können."

Großes Entgegenkommen von Lüneburger Behörden

Diakonie-Chef Michael Elsner weiß, auch in Lüneburg gibt es immer mal wieder Personen ohne Ausweis oder Impfnachweis: "Da ist es auch schon zu Ordnungswidrigkeiten im Bereich ÖPNV gekommen. Denn nicht jeder hat ein Smartphone oder den nötigen QR-Code dabei. Doch das ist nicht die Regel." Er erlebe generell eine großes Entgegenkommen von Behörden und Ärztinnen und Ärzten bei diesem Personenkreis. "Wenn wir bei verlorenen Dokumenten mit einer Person mitgehen und sagen, wir kennen diese Person, dann können wir das meist auch so klären."

Bei der Zweitimpfung etwa hätten nicht alle den Nachweis über die erste Impfung dabei gehabt, da jedoch Listen seitens der Diakonie-Mitarbeiter geführt wurden, konnten dann der Nachweis über die erste Impfung dennoch erbracht werden.

Bei den Personen aus dem Wendepunkt seien nun rund 85 Prozent zweifach geimpft, aus dem Bereich der Herberge 60 Prozent. "Nun stehen die Booster-Impfungen an, da setzen wir vor allem weiter auf die mobilen Teams. Denn zu einem öffentlichen Impf-Ort gehen viele nicht gerne. Im Januar haben wir den nächsten Termin", sagt Michael Elsner. lat/lvc

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