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Wie genau die Fußfesseln ausgesehen haben, ist nicht bekannt. Jedenfalls haben sie ihren Zweck erfüllt, sie ließen sich nämlich nicht ohne Weiteres öffnen. (Symbolfoto: Adobe Stock)
(Symbolfoto: Adobe Stock)

Feuerwehr befreit Gefangenen

Weil sich die Fußfesseln eines Untersuchungshäftlings nicht öffnen ließen, musste schweres Geräte geordert werden. Nach dem Einsatz der Feuerwehr konnte die Gerichtsverhandlung endlich beginnen.

Lüneburg. Die Lüneburger Feuerwehr musste am Mittwoch zu einem ziemlich ungewöhnlichen Einsatz ausrücken – und einen Gefangenen befreien. Zur Sitzung der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Lüneburg wurde der in Untersuchungshaft befindliche Angeklagte – wie in derartigen Situationen üblich – mit Fußfessel in den Gerichtssaal geführt. Ebenfalls üblich ist es, dem Angeklagten die Hand- und Fußfesseln für die Dauer der Hauptverhandlung zu entfernen, wenn keine besonderen Anhaltspunkte für eine abweichende Entscheidung vorliegen, teilte ein Sprecher des Gerichts mit. Allerdings ließ sich die Fußfessel in diesem Fall nicht öffnen. Und mit jedem Versuch, sie zu lösen, zog sie sich fester zu. Abhilfe konnte erst die alarmierte Feuerwehr schaffen. Dem schweren Gerät der Brandbekämpfer hielt nach einiger Arbeit auch die Fußfessel nicht stand. Mit rund einer Stunde Verzögerung konnte die Hauptverhandlung dann beginnen – mit einem unversehrten Angeklagten. Auf „freiem Fuß“ befindet er sich dennoch nicht. lz

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