Samstag , 3. Dezember 2022
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Zum zweiten Mal hat die Hansestadt „Briefe gegen die Einsamkeit“ für die Senioren in Lüneburg gesammelt.
Zum zweiten Mal hat die Hansestadt „Briefe gegen die Einsamkeit“ für die Senioren in Lüneburg gesammelt. (Foto: Stadt Lüneburg)

1120 Briefe gegen die Einsamkeit

Die "Briefe gegen die Einsamkeit" sollten Senioren, die nicht mit ihren Liebsten zusammen sein können, in der Adventszeit eine Freude bereiten. Zum zweiten Mal startete die Stadt diese Aktion, nun zieht sie Bilanz: 1120 Briefe wurden eingereicht und damit weniger als die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr. Doch das hat Gründe.

Lüneburg. Zum zweiten Mal startete die Hansestadt im vergangenen Dezember die Aktion "Briefe gegen die Einsamkeit". Lüneburgerinnen und Lüneburger waren dazu aufgerufen, einen Brief an Seniorinnen und Senioren zu schreiben, die die Adventszeit ohne ihre Liebsten verbringen mussten. Die Briefe sollten den älteren Menschen eine Freude bereiten und ein Zeichen der Aufmerksamkeit und Verbundenheit setzen. Rund 1120 Briefe wurden in diesem Jahr abgegeben – und damit deutlich weniger als noch im Vorjahr.

Stadt "absolut zufrieden" mit Teilnahme

Damals waren es noch etwa 2500 Briefe, die Stadt sei dennoch "absolut zufrieden mit der Anzahl der Einsendungen", stellt Stadtpressesprecher Florian Beye klar. "Zu bedenken ist dabei, dass wir in diesem Jahr etwa vier Wochen später mit der Bewerbung der Aktion angefangen haben." Denn eigentlich war – wie in den Jahren vor Corona üblich – wieder ein Treffen für Seniorinnen und Senioren geplant. Dieses konnte dann wegen der anhaltenden Pandemie erneut nicht umgesetzt werden, sodass die Stadt kurzfristig wieder auf die Brief-Aktion als Alternative setzte.

Alle Pflegeheime konnten bedient werden

"Dass in der kürzeren Zeit so viele Briefe zusammengekommen sind, freut uns natürlich", sagt Beye. "Wir konnten alle Pflegeheime, die Briefe angefragt hatten, bedienen. Auch ein Pflegedienst sowie Einrichtungen von Service Wohnen haben Briefe erhalten." Außerdem stehe die Stadt durch die stadtteilorientierte Seniorenarbeit in engem Kontakt zu Seniorinnen und Senioren und wisse, wer sich über einen Brief freuen würde. "Die Kolleginnen und Kollegen der stadtteilorientierten Seniorenarbeit haben viele positive Rückmeldungen aus den Einrichtungen erhalten." Teilweise hätten sogar Bewohnerinnen und Bewohner selbst angerufen, um sich für die Aktion zu bedanken.

Von Lilly von Consbruch

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