Samstag , 3. Dezember 2022
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Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Lüneburg zurückkommt, muss einige Regeln beachten. (Foto: Adobe Stock)
Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Lüneburg zurückkommt, muss einige Regeln beachten. (Foto: Adobe Stock)

Was gilt für Reiserückkehrer?

Dänemark, Niederlande, Frankreich und Polen gelten als Hochrisikogebiete, aber auch die Schweiz, Portugal und die Türkei. Wer in diesen Ländern Urlaub gemacht hat und zurück nach Lüneburg reist, muss einige Regeln beachten.

Lüneburg. Mehr als 2600 Menschen, die in den vergangenen zwei Wochen aus Hochrisiko-Gebieten zurückgekehrt sind, machen dem Gesundheitsamt des Landkreises aktuell zu schaffen. Denn um das Risiko einer Ausbreitung des Coronavirus möglichst gering zu halten, gelten für diese Menschen strenge Regeln. Sie müssen ihre Einreise anmelden, wenn sie nicht geimpft oder genesen sind, darüber hinaus strenge Test- und Quarantänevorschriften beachten. Das Wichtigste im Überblick:

Wo erfahre ich, ob mein Reiseland als Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet eingestuft?

Das Robert Koch-Institut bewertet die Lage in den Ländern, stuft die Risikogebiete ein und veröffentlicht die Liste auf seiner Internetseite. Dabei wird zwischen Hochrisiko- und Virusvariantengebieten unterschieden. Seit Anfang der Woche gelten zum Beispiel Dänemark, Niederlande, Frankreich und Polen als Hochrisikogebiete, ebenso die Schweiz, Portugal und die Türkei. So kamen auch von den kreisweit 2600 Reiserückkehrern 797 aus Dänemark, 364 aus Spanien, 147 aus der Schweiz, 136 aus Frankreich, 133 aus Polen, 116 aus der Niederlande, 110 aus Italien, 95 aus der Türkei, 92 aus Belgien und 88 aus Norwegen.

Was gilt, wenn ich aus einem Hochrisiko-Gebiet nach Deutschland einreise?

  • Anmeldepflicht vor der Einreise: Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland einreist, muss sich über das RKI-Einreiseportal www.einreiseanmeldung.de anmelden. Geimpfte und Genesene laden ihre Nachweise bereits vor der Einreise dort hoch.
  • Corona-Test für Ungeimpfte: Für jene, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, gilt: Egal, ob sie mit dem Auto, dem Zug, der Fähre oder dem Flugzeug reisen: Der Corona-Test muss immer vor der Einreise erfolgen. Das Testergebnis sollte schon bei der Anmeldung der Einreise im Einreiseportal hochgeladen werden. Erlaubt sind Schnelltests, auch PoC-Test genannt, oder PCR-Tests bis zu 48 Stunden vor der Einreise. Die Testpflicht gilt nur bei Einreise aus einem Virusvariantengebiet.
  • Quarantäne für Ungeimpfte: Einreisende aus Hochrisikogebieten müssen für zehn Tage in Quarantäne – es sei denn, sie sind vollständig geimpft oder genesen. Fünf Tage nach der Einreise können Betroffene sich mit einem weiteren PoC- oder PCR-Test freitesten. Wer beispielsweise am 1. Januar eingereist ist, konnte sich am 6. Januar testen lassen, um die Quarantäne zu verkürzen. Der Testnachweis muss im Einreiseportal hochgeladen. Sollte es nicht möglich sein, den Nachweis dort hochzuladen, kann er per E-Mail ans Gesundheitsamt (gesundheitsamt@landkreis-lueneburg.de) geschickt werden, im Betreff muss „Freitest Reiserückkehrer aus Land …“ angegeben sein. Neu ist, dass die Quarantäne für Kinder unter sechs Jahren automatisch nach fünf Tagen endet.
  • Hinweis für Geimpfte oder Genesene: Sie können sich bereits vor der Rückkehr aus Hochinzidenzgebieten von der Quarantänepflicht befreien, indem sie ihre Impfbestätigung bzw. ihren Genesenennachweis vor der Einreise im Einreiseportal hochladen. Geht das nicht, müssen die Dokumente mit dem Betreff „Nachweis Reiserückkehrer aus Land …“ ans Gesundheitsamt geschickt werden. Dies gilt auch für Kinder ab 6 Jahren.

Was gilt wenn sich die RKI-Einschätzung zum Reiseland verändert?

Wird das Gebiet während der Quarantänezeit abgestuft, gelten die Vorschriften für die neue Einstufung. Das bedeutet, wird die Einstufung als Hochrisikogebiet aufgehoben, gelten die üblichen Einreisebedingungen. Die Quarantäne wird damit aufgehoben. lz

Mehr Informationen gibt es unter www.corona.landkreis-lueneburg.de/reise.

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