Samstag , 3. Dezember 2022
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Über einen Ausgleich verhandeln derzeit Kreisrätin Sigrid Vossers und Campus-Geschäftsführer Klaus Hoppe.
Über einen Ausgleich verhandeln derzeit Kreisrätin Sigrid Vossers und Campus-Geschäftsführer Klaus Hoppe. (Foto: t&w)

Spielraum für die Arena in schwieriger Zeit

Die neue Arena sollte seit Monaten regulär in Betrieb sein, Corona aber sorgt bis heute immer wieder für Verzögerungen. Außer Volleyball geht nichts. Das bedeutet für Campus Management als Dienstleister entgangene Einnahmen. Die aber will der Landkreis nun ausgleichen.

Lüneburg. Die Corona-Pandemie trifft Bau- und Veranstaltungsbranche hart – und damit auch den Landkreis Lüneburg: Bauverzögerungen, Lieferengpässe und abgesagte Kultur- und Sportveranstaltungen sorgen rund um die neue Arena für Schwierigkeiten. Um die Zukunft der Eventhalle zu sichern, sprach sich der Beirat in der vergangenen Woche klar für die vorgestellten Wirtschaftspläne sowie Verhandlungen mit dem Dienstleister Campus Management aus und gibt damit der Geschäftsführerin Sigrid Vossers den entsprechenden Handlungsrahmen. Im nächsten Schritt gehen die Wirtschaftspläne der Arena Lüneburger Land Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG durch die Gremien: Zunächst sind sie Thema am Mittwoch, 12. Januar, im Finanzausschuss. Beginn ist um 15 Uhr in der Ritterakademie. Anschließend berät der Kreisausschuss über die Pläne.

Suche nach einer vertraglichen Lösung

Hintergrund ist, dass die Veranstaltungshalle wegen der Bauverzögerungen verspätet an den Dienstleister übergeben wird. Ursprünglich war der 31. Juli des vergangenen Jahres geplant und auch vertraglich zugesichert, nun wird es voraussichtlich das 2. Quartal dieses Jahres. Daher hat der Dienstleister einen Anspruch auf Ausgleich des ihm daraus entstehenden Schadens, dessen Höhe nun ermittelt wird. „Uns ist es sehr wichtig, in den kommenden Jahren gut und vertrauensvoll mit Campus Management weiterzuarbeiten“, betont Sigrid Vossers, Geschäftsführerin der Arena-Betriebsgesellschaft. „Deshalb suchen wir gemeinsam nach einer vertraglichen Lösung, die diesen Umstand ausgleicht und unsere künftige Zusammenarbeit sichert.“ Insgesamt sind in den Entwürfen der Wirtschaftspläne Mehraufwendungen von mehr als 150.000 Euro für die Jahre 2021/22 als Folge der Probleme rund um den Arena-Bau vorgesehen.

Auch wenn wegen der Corona-Pandemie Kultur- und Sport-events nur sehr eingeschränkt möglich sind und zahlreiche Veranstaltungen komplett abgesagt werden, blickt die Geschäftsführerin positiv auf die Zukunft der Arena: „Wir haben noch ein schwieriges Wegstück vor uns, solange uns die Einnahmen fehlen. Dennoch werden die vom Landkreis geplanten Arena-Haushaltsmittel für die Jahre 2021 und 2022 voraussichtlich ausreichen. Gemeinsam mit unserem Dienstleister bin ich sicher, dass die Halle vom Publikum gut angenommen wird, sobald die Lage das wieder zulässt. Das haben die ersten Volleyballspiele im November gezeigt.“ lz

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