Samstag , 3. Dezember 2022
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Steffen Gärtner, stellvertretender Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes, ist als Delegierter für den Bundesparteitag dem Mehrheitsvotum der vorausgegangenen Mitgliederbefragung gefolgt und hat ebenfalls für Merz gestimmt. (Foto: t&w)

Lüneburger stimmen für Merz

Auch die Lüneburger CDU war an der Wahl von Friedrich Merz zum neuen CDU-Bundesvorsitzenden beteiligt: Als Delegierte des CDU-Kreisverbands Lüneburg stimmten Steffen Gärtner und Alexander Schwake mit.

Lüneburg/Berlin. Es war seine nunmehr dritte Kandidatur und mit einem Traumergebnis von 94,62 Prozent wurde Friedrich Merz bei einem Online-Parteitag am Sonnabend zum neuen CDU-Bundesvorsitzenden gewählt, auch unter Lüneburger Beteiligung: Als Delegierte des CDU-Kreisverbands Lüneburg stimmten Steffen Gärtner und Alexander Schwake mit. Zudem begrüßen sie, dass der Lüneburger und Vize-Ministerpräsident Bernd Althusmann als Vorsitzender des Landesverbands Niedersachsen erneut ins Bundespräsidium der Partei gewählt wurde.

Wahl spiegelt mehrheitlichen Willen im Kreisverband wider

Steffen Gärtner, stellvertretender Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes, ist als Delegierter für den Bundesparteitag dem Mehrheitsvotum der vorausgegangenen Mitgliederbefragung gefolgt und hat ebenfalls für Merz gestimmt, bestätigt er auf LZ-Nachfrage. Das spiegele auch den mehrheitlichen Willen im Kreisverband wider. Gärtner sagte zur Wahl von Merz: „Ich hoffe, dass wir damit die Personaldiskussionen beigelegt haben und dass sich die CDU auf Bundesebene in der Oppositionsrolle findet und eine gute Arbeit leistet.“ Außerdem freue er sich, dass Althusmann erneut Mitglied des Präsidiums geworden ist. Das sei auch eine Wertschätzung dafür, „dass wir als CDU Niedersachsen und mit ihm als Vorsitzenden einen guten Job gemacht haben“.

„Bunter Mix aus jung und erfahren“

Zufrieden zeigte sich auch Gärtner, der zudem Vorsitzender des Lüneburger Bezirksverbands der Jungen Union (JU) ist, „dass wir als JU insgesamt sieben Kandidaten ins Präsidium beziehungsweise in den Vorstand bekommen haben“. Daraus ergäbe sich an der Parteispitze ein „bunter Mix aus jung und erfahren“.

Alexander Schwake, Vorsitzender des Lüneburger CDU-Stadtverbands, nahm ebenfalls als Delegierter am Online-Parteitag teil. Die Wahl von Merz zeige aus seiner Sicht, „dass wir in der Nach-Merkel-Zeit als Parteivorsitzende uns endlich gefunden haben“. Und: „Jetzt haben wir mit Friedrich Merz die Zeit, uns neu aufzustellen.“ Zur Wiederwahl Althusmanns ins Präsidium sagte Schwake: „Das zeigt das große Vertrauen in ihn“, dass er sich auch mit seinem „staatsmännischen Auftreten verdient“ habe. Schwake wirft aber auch einen Blick auf eine umkämpfte Personalie, die noch nicht abschließend geklärt ist. „Mir ist wichtig, dass Ralph Brinkhaus Vorsitzender der CDU-Bundestagsfraktion bleibt. Diese Breite in der Spitze können wir uns ruhig erlauben.“

Böther hält Merz für eine "gute Wahl"

Lüneburgs Landrat Jens Böther (CDU) sagte auf LZ-Nachfrage: „Gut, dass wir einen neuen Vorsitzenden haben mit einer klaren Linie und einem klaren Auftrag, der formuliert wurde.“ Merz sei aus Sicht Böthers eine „gute Wahl“, zumal er sich gemessen an seinen jüngsten Äußerungen auch ein wenig gewandelt habe. Böther weiter: „Ich hoffe, dass die Partei jetzt zur Ruhe kommt und nicht noch unendlich viele Vorsitzende verschleißt, bevor die CDU wieder in die Spur kommt.“ Zudem freue er sich, dass Althusmann als Landesvorsitzender der CDU Niedersachsen erneut ins Bundespräsidium gewählt wurde, um dort die Interessen des Landesverbandes einzubringen. dth

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