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Die Poller vor dem Landgericht.
Die schlechte Sichtbarkeit der Pfosten aus Stein oder Metall kann aber zum Problem für Menschen mit Sehbehinderung werden. (Foto: Hansestadt Lüneburg)

Stadt lässt Poller vor dem Landgericht entfernen

Lüneburg. Für die meisten Lüneburgerinnen und Lüneburger sind die Poller, die im Stadtgebiet verteilt sind und dazu dienen, das Befahren oder Beparken von Bereichen zu verhindern, kaum sichtbar. Die schlechte Sichtbarkeit der Pfosten aus Stein oder Metall kann aber zum Problem für Menschen mit Sehbehinderung werden. So beispielsweise bei den etwa hüfthohen Stein-Pollern vor dem Landgericht Lüneburg. Diese wird die Stadt nun in der kommenden Woche entfernen lassen, teilt Uta Hesebeck mit, bei der Hansestadt Lüneburg zuständig für den Fachbereich Straßen- und Grünplanung. „Damit kommen wir einem Wunsch des Sehbehindertenverbands Niedersachsen nach“, sagt Hesebeck. Entfernt werden an dieser Stelle alle Poller, die das Hochbord vor dem Landgericht säumen: „Diese Poller haben hier im Prinzip keine Funktion mehr“, erläutert Hesebeck. Auch die Denkmalpflege habe dem Abbau zugestimmt, da die alten Poller keinen historischen Wert besitzen.

Mit Blick auf die Sichtbarkeit wird die Hansestadt zudem weitere Poller im Innenstadtbereich in Augenschein nehmen. „Insbesondere dort, wo die Poller sich farblich gar nicht von ihrer Umgebung abheben, stellen sie für Sehbehinderte ein echtes Hindernis dar“, so Hesebeck. Daher werde man in Abstimmung mit dem Sehbehindertenverband entscheiden, welche Poller besonders störend sind, um diese dann farblich zu markieren. lz