Sonntag , 4. Dezember 2022
Anzeige
Die Agentur für Arbeit hat ihren jährlichen Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. (Foto: A/be)

Wieder mehr Arbeitslose in Lüneburg

Die Zahl der Arbeitslosen ist in und um Lüneburg leicht gestiegen. Diese Entwicklung sei jedoch durchaus typisch für diese Jahreszeit, sagt Kerstin Kuechler-Kakoschke, Chefin der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen.

Lüneburg. Die Zahl der Arbeitslosen ist in und um Lüneburg leicht gestiegen. Im Januar waren 5368 Frauen und Männer in Stadt und Landkreis als arbeitslos gemeldet – 268 mehr als im Dezember, aber auch rund 1000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag zum Monatsende bei 5,4 Prozent, da ist ein Prozentpunkt weniger als im Januar 2021.

Typisch für die Jahreszeit

Die Arbeitsmarktentwicklung sei durchaus typisch für diese Jahreszeit, sagt Kerstin Kuechler-Kakoschke, Chefin der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen. „Saisonübliche Arbeitslosmeldungen in den Außenberufen gehen einher mit dem Ende von befristeten Arbeitsverträgen zum Jahres- und Quartalswechsel und lassen die Arbeitslosigkeit anwachsen.“ Zudem werden nach dem Ende der dreieinhalbjährigen Ausbildungen nicht alle jungen Fachkräfte vom Lehrbetrieb übernommen. So waren im Januar in Stadt und Kreis 453 Jüngere unter 25 Jahre arbeitslos gemeldet und damit 15 mehr in dieser Altersgruppe mehr als im Vormonat.

5600 freie Stellen im Januar

Die Arbeitskräftenachfrage ziehe dennoch deutlich an, die Arbeitsmarktexpertin nennt Zahlen für den Gesamtbezirk, zu dem neben Lüneburg auch die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur in Uelzen, Lüchow, Buchholz und Winsen gehören: „Allein im Januar waren mehr als 5600 freie Arbeitsstellen gemeldet.“ Sie sieht damit gleichzeitig gute Chancen gerade für die Fachkräfte, die sich nach Ausbildungsende arbeitslos melden, eine neue Beschäftigung zu finden. „Fakt ist, dass Qualifikation und Ausbildung gefragt sind und wer über einen entsprechenden Abschluss verfügt, hat ein deutlich geringeres Risiko arbeitslos zu werden oder längere Zeit zu bleiben“, analysiert Kuechler-Kakoschke.

930 Personen auf Kurzarbeit

Die meisten Stellenzugänge kamen aus den Bereichen Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Gesundheits- und Sozialwesen, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen sowie verarbeitendes Gewerbe.

Bis zum 26. Januar gingen im Monatsverlauf für die Region Lüneburg 71 Anzeigen für 930 Personen auf Kurzarbeit ein. Allerdings: In den Anzeigen wird die Maximalzahl der Beschäftigten genannt, für die Kurzarbeitergeld beantragt werden könnte. Erst wenn die Abrechnungen der Unternehmen bei der Arbeitsagentur vorliegen, ist klar, in welchem Umfang die angezeigte Kurzarbeit auch umgesetzt wurde. lz

Den kompletten Arbeitsmarktreport gibt es hier als PDF.

Kommentare

Sie wollen die Kommentare unter diesem Beitrag lesen und kommentieren?
Dann werden Sie LZ+-Abonnent. Informationen zum Digital-Abo der LZ finden Sie hier.