Sonntag , 4. Dezember 2022
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Fünf Wahlleute aus der Region Lüneburg gehörten zur Bundesversammlung: Jakob Blankenburg und Ulrich Mädge (SPD), Claudia Kalisch und Julia Verlinden (Grüne) sowie Bernd Althusmann (CDU).
Fünf Wahlleute aus der Region Lüneburg gehörten zur Bundesversammlung und durften am Sonntag mitwählen: Jakob Blankenburg und Ulrich Mädge (SPD), Claudia Kalisch und Julia Verlinden (Grüne) sowie Bernd Althusmann (CDU). (Fotos: privat)

Wahl des Bundespräsidenten: “Ein außergewöhnliches Gefühl”

Die Bundesversammlung hat am Sonntag in Berlin Frank-Walter Steinmeier erneut zum Bundespräsidenten gewählt. Unter den 1472 Wahlleuten waren auch fünf Frauen und Männer aus Stadt und Landkreis Lüneburg. Erlebt haben sie einen "Festakt der Demokratie".

Lüneburg. Mit deutlich mehr als zwei Drittel der Stimmen der Bundesversammlung ist Frank-Walter Steinmeier am Sonntag in Berlin in seine zweite Amtszeit als Bundespräsident gewählt worden. Getragen von SPD, CDU/CSU, Grünen und FDP erhielt Steinmeier 1045 der 1437 abgegebenen Stimmen.

Den Tag in Berlin unmittelbar miterlebt haben auch fünf Wahlleute aus der Region Lüneburg. Zur Bundesversammlung gehörten Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU), Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch (Grüne) und ihr Amtsvorgänger Ulrich Mädge (SPD) sowie die Bundestagsabgerordneten Julia Verlinden (Grüne) und Jakob Blankenburg (SPD). Die LZ hat sie nach ihren Eindrücken und Meinungen gefragt.

Bernd Althusmann (CDU): Für mich war und ist es jedes Mal eine besondere Ehre, an diesem Festakt der Demokratie mitwirken zu dürfen. Und dies in wahrlich unruhigen Zeiten. Es ist wichtig, dass ein Bundespräsident den Menschen Orientierung gibt und unser Land zusammenhält. Das hat Bundespräsident Steinmeier stets umsichtig getan. Die Wahlfrauen und Wahlmänner der CDU und CSU haben sich deshalb dazu entschieden, dem amtierenden Bundespräsidenten Steinmeier erneut ihr Vertrauen auszusprechen.

Claudia Kalisch (Grüne): "Diese wichtige Wahl zur neuen Amtszeit des Bundespräsidenten fällt in eine Zeit großer gesellschaftlicher Herausforderungen. Dafür ist entscheidend, dass wir mehr miteinander und weniger übereinander sprechen. Ich freue mich auf einen Bundespräsidenten, der uns als Brückenbauer dabei unterstützt."

Julia Verlinden (Grüne):"Ich freue mich sehr, dass die grüne Landtagsfraktion unsere Oberbürgermeisterin für die Bundesversammlung vorgeschlagen hat, und wir gemeinsam diese ehrenvolle Aufgabe haben. Es liegen große Herausforderungen vor uns: Klima- und Biodiversitätskrise bewältigen wir nur, wenn wir mutig und gemeinsam anpacken. Bei solchen Veränderungsprozessen brauchen wir einen Bundespräsidenten, der dabei unterstützt und Halt gibt."

Jakob Blankenburg (SPD): „Es ist sehr beeindruckend an einer Bundesversammlung teilnehmen zu dürfen. Gemeinsam mit über 1400 Delegierten den höchsten Repräsentanten unseres Landes zu wählen, ist ein außergewöhnliches Gefühl. Gerade in diesen stürmischen Zeiten, in denen unsere Demokratie immer wieder verteidigt werden muss.“

Ulrich Mädge (SPD): „In seiner Antrittsrede hat Frank-Walter Steinmeier gezeigt, dass er die richtige Wahl für das Amt des Bundespräsidenten ist. Er wolle Brücken bauen, um die Wunden zu heilen, welche die Pandemie in unserem Land hinterlassen hat, und ich bin mir sicher, dass er dies schaffen wird.“

Von Malte Lühr

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