Samstag , 3. Dezember 2022
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Prof. Dr. Heike Düselder (vorne li.) und die ACKL-Mitglieder Christoph Weichert, Matthias Forchheim, Friedemann Pache, Sigrun Buchholz sowie Johannes Honert (v.l.) bereiten den Bibelmarathon vor.
Prof. Dr. Heike Düselder (vorne li.) und die ACKL-Mitglieder Christoph Weichert, Matthias Forchheim, Friedemann Pache, Sigrun Buchholz sowie Johannes Honert (v.l.) bereiten den Bibelmarathon vor. (Foto: t&w)

Bibelmarathon wird in Lüneburg vorbereitet

"In 80 Stunden durch die Bibel" lautet das Motto einer Veranstaltung, die die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Lüneburg (ACKL) vorbereitet. Was der Bibelmarathon ab dem 3. Juni alles bietet, wurde jetzt vorgestellt.

Lüneburg. Sie gilt als Buch der Bücher, weil sie unter anderem in mehr als 2000 Sprachen übersetzt wurde und das am meisten gedruckte und verkaufte Buch ist. „Die Bibel erzählt Gottes Geschichte mit dieser Welt und enthält Liebesgedichte, Gesetzesregeln, Gleichnisse und Trostworte und ist aktuell wie vor 2000 Jahren“, sagt Friedemann Pache, Pastor der Matthäus-Gemeinde Lüneburg. „Als Ermutigung zum Glauben möchten wir dieses Lebensbuch den Menschen nahebringen“, ergänzt Christoph Weichert, Mitglied der Friedenskirche und Pastor im Ruhestand. Die beiden gehören zur Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Lüneburg (ACKL), die einen Bibelmarathon unter dem Motto „In 80 Stunden durch die Bibel. Lesen – Hören – Mitmachen“ organisiert hat. Die Veranstaltung, die am Freitag, 3. Juni, startet, findet in Kooperation mit dem Lüneburger Museum statt. Den Abschluss bildet ein ökumenischer Gottesdienst am Pfingstmontag, 6. Juni, im Kurpark.

Gelesen wird nonstop rund um die Uhr

Die Idee für den Bibelmarathon hatte ACKL-Mitglied Johannes Honert, der seit Anfang 2020 Pastoralreferent im Ökumenischen Zentrum St. Stephanus ist, aus dem Kirchenkreis Nordheim mitgebracht. Dort hatte eine solche Veranstaltung 2017 im Rahmen des Reformationsjubiläums stattgefunden. „Am 3. Juni soll die feierliche Eröffnung um 10 Uhr im Museum stattfinden. Danach wird in 80 Stunden das Alte und Neue Testament gelesen, nonstop rund um die Uhr.“ Angefragt wurden im Vorfeld alle christlichen Gemeinden in Lüneburg sowie Personen des öffentlichen Lebens, zum Beispiel Vertreter der Kommunalpolitik und der Universität. „Wir wünschen uns auch, dass viele junge Leute bei diesem Event mitmachen“, sagt Pache. Und das nicht nur als Vorleser, sondern auch als Zuhörer, die Lust haben, sich mit der Bibel auseinanderzusetzen.

"Die Menschen auf den Geschmack bringen"

„Wir möchten die Menschen auf den Geschmack bringen, öfter in die Bibel einzutauchen. Denn die Bibel stärkt“, meint Christoph Weichert. Dass die Inhalte die Menschen mitreißen, hat sich für ihn an Bibellesungen im Schweizer Radio gezeigt, die viele Zuhörer zogen. Was für Lüneburger Bürger die Bibel bedeutet, ist Thema einer Podiumsdiskussion am Freitag, 3. Juni, im Marcus-Heinemann-Saal des Museums. „Meine persönliche Geschichte mit der Bibel“, heißt es dann ab 19.30 Uhr unter der Moderation von Friedrich von Mansberg.

Bibel-Apps für das digitale Zeitalter

Bis zum Mittelalter wurden Bibeln in den Klöstern von Mönchen im Skriptorium handschriftlich dupliziert. „Mit einem Kalligrafie-Workshop möchten wir einer begrenzten Teilnehmerzahl die Möglichkeit bieten, einen Lieblingsvers in Schönschrift auf besonderem Papier zu gestalten“, berichtet Prof. Dr. Heike Düselder, Direktorin des Museums. Die Kalligraphin Birgit Nass wird Anleitungen geben. Mit der Historikerin Prof. Dr. Düselder können sich Interessierte am Pfingstsonntag um 15 Uhr „Auf die Spuren der Bibel“ begeben und werden zu den Bibelbeständen im Museum informiert. Derweil können die kleinen Besucher Geschichten aus dem Buch der Bücher lauschen. Mit Blick auf das digitale Zeitalter werden außerdem Bibel-Apps vorgestellt.

Von Antje Schäfer

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