Anzeige
Geflüchtete aus der Ukraine dürfen ab sofort kostenlos im Nah- und Fernverkehr Bahn fahren.
Geflüchtete aus der Ukraine dürfen ab sofort kostenlos im Nah- und Fernverkehr Bahn fahren. Foto: t&w

Ukrainische Geflüchtete dürfen kostenlos Bahn fahren

Erste Geflüchtete aus der Ukraine sind in Deutschland angekommen. Um ihnen die sichere und schnelle Weiterreise zu Angehörigen, Freunden oder Aufnahmestellen zu erleichtern, können sie ab sofort Züge des Nah- und Fernverkehrs kostenfrei nutzen.

UPDATE: 2. März:

Der hvv, Hamburg, das Umland und alle Beteiligten schließen sich mit dieser Regelung der breiten Solidaritätsbewegung an und möchten so den geflüchteten Menschen aus den Kriegsgebieten eine einfache, niedrigschwellige und kostenfreie Mobilität im öffentlichen Nahverkehr in Hamburg und damit eine schnelle Hilfe und Unterstützung ermöglichen. Menschen, die aufgrund des Krieges in der Ukraine Schutz in Hamburg und Umgebung suchen, können ab sofort mit gültigen Personaldokumenten mit allen Bussen, Bahnen und Fähren im gesamten hvv kostenfrei fahren. Als Fahrtberechtigung genügt ein ukrainischer Pass oder ein Personaldokument. Diese Regelung schließt auch Geflüchtete anderer Nationalitäten ein, die aufgrund des Krieges aus der Ukraine nach Hamburg gekommen sind. Mitreisende Kinder unter 18 benötigen kein Ausweisdokument. Die Regelung gilt zunächst bis zum 31. März.

***

Uelzen. Ukrainische Geflüchtete müssen im Metronom, Enno und Erixx auf Nachfrage lediglich ihren Pass oder ein ukrainisches Ausweisdokument vorzeigen, dieser gilt im Regional- und Nahverkehr als Ticketersatz. Das teilte die Metronom-Pressestelle am Dienstagnachmittag mit. Die Regelung erfolgt bundesweit in Abstimmung mit der Deutschlandtarifverbund GmbH und wird in Niedersachsen auch von der Landesverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH unterstützt.

„Ich bin sehr froh, dass wir angesichts der humanitären Krise in der Ukraine schnell eine unbürokratische Lösung gefunden haben. Für uns war sofort klar, dass wir im Rahmen unserer Möglichkeiten helfen müssen“, sagt Dr. Lorenz Kasch, kaufmännischer Geschäftsführer von metronom und erixx. Die Fahrgastbetreuer seien angewiesen, auch bei Geflüchteten anderer Nationalitäten, die glaubhaft einen vorherigen Wohnsitz in der Ukraine belegen können, kulant vorzugehen. Die Regelung gilt bis auf Weiteres, Änderungen behalten sich die Eisenbahnunternehmen vor.

Auch in Fernverkehrszügen reisen ukrainische Flüchtlinge bis auf Weiteres kostenlos, hier muss nach Aussage der Deutschlandtarifverbund GmbH jedoch vorab ein kostenloses Ticket in einem Reisezentrum gelöst werden. Dieses ist gegebenenfalls bereits in Polen erhältlich und gilt auch für kombinierte Fern- und Nahverkehrsverbindungen. lz