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Gemeinsam gegen Corona: Joschka Schiller und Dr. Sebastian Graefe organisieren ab sofort auch Impfungen mit dem Wirkstoff von Novavax, hier im Museum Lüneburg.
Gemeinsam gegen Corona: Joschka Schiller und Dr. Sebastian Graefe organisieren ab sofort auch Impfungen mit dem Wirkstoff von Novavax, hier im Museum Lüneburg. (Foto: Landkreis/t&w)

Novavax: Die neue Alternative

Die Corona-Impftermine in Stadt und Landkreis Lüneburg mit Novavax starten an diesem Donnerstag.

Lüneburg. Von morgen an sind im Landkreis Lüneburg erstmals Impfungen mit dem proteinbasierten Impfstoff Nuvaxovid des US-Herstellers Novavax möglich. Angeboten wird das neue Vakzin am Donnerstag und Freitag, 3. und 4. März, bei den Impfterminen im Museum Lüneburg und im Impfzentrum Embsen. Zusätzlich gibt es am Sonnabend und am Sonntag, 5. und 6. März, jeweils in der Zeit von 10 bis 18 Uhr Impfaktionen im Lüneburger Glockenhaus und im Museum Lüneburg, teilt der Landkreis Lüneburg mit.

Zunächst werden über das niedersächsische Sozialministerium relativ kleine Mengen von Novavax geliefert. Für Dienstag waren rund 1000 Dosen des neuen Impfstoffs für Lüneburg angekündigt. Joschka Schiller, Koordinator der Mobilen Impfteams im Landkreis Lüneburg,. sagt: „Etwa 230 Personen stehen bei uns auf der Warteliste und erhalten in den nächsten Tagen ihre Termine.“ Dabei haben Personen aus medizinischen, pflegerischen und heilpädagogischen Berufen Vorrang und können sich auch jetzt noch auf der Warteliste des Landes unter (0800) 9988665 registrieren lassen. Die übrigen Impfdosen werden ohne Termin verimpft.

Zugelassen erst ab 18 Jahren

Der Impfstoff Nuvaxovid von Novavax funktioniert anders als die bisherigen Corona-Impfstoffe: Es werden winzige Spike-Proteine – also im Labor hergestellte Virusbestandteile – in den Körper eingeschleust. Bei den mRNA- und Vektorimpfstoffen wurde der Körper dazu angeregt, diese Virusbestandteile selbst zu bauen. Das Ergebnis ist dasselbe: Das Immunsystem antwortet auf die Impfung, indem es Antikörper bildet. „Das ist wie Sport fürs Immunsystem“, erklärt Dr. Sebastian Graefe, ärztlicher Leiter der Impfteams. „Wenn der Körper später auf das echte Coronavirus trifft, ist er trainiert und kann die Viren schneller abwehren.“ Um den vollständigen Impfschutz zu erreichen, seien zwei Spritzen im Abstand von drei Wochen erforderlich. Ob die Impfung zusätzlich aufgefrischt werden muss, ist noch unklar.

Zugelassen ist der neue Impfstoff erst ab 18 Jahren. Novavax kann zudem nicht mit anderen Impfstoffen kombiniert, gekreuzt oder aufgefrischt werden. Wer aber vor mehr als drei Monaten mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurde, kann nun mit Novavax eine neue Impfserie starten. „Wir beraten gerne vor Ort“, betont Graefe. lz

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