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Auf der A39 müssen Autofahrer zusammenrücken. Die Fahrbahn ist einseitig voll gesperrt. (Foto: be)

A39 wird nachts voll gesperrt

Der aktuell wegen einer Baustelle genutzte Standstreifen auf der A39 ist nicht belastbar genug. Drei nächtliche Vollsperrungen sind die Folge.

Lüneburg. Die A39 wird in den kommenden drei Nächten zwischen Winsen-West und Winsen-Ost gesperrt, und zwar jeweils in der Zeit von 19 bis 5 Uhr in Fahrtrichtung Lüneburg. Das teilt die Lüneburger Außenstelle der Autobahn GmbH mit.

Mitte Februar hatten Bauarbeiten zwischen den Anschlussstellen Handorf und Winsen-West begonnen. Eigentlich sollte in der gesamten Bauphase der Verkehr auf die Richtungsfahrbahn Lüneburg umgelegt und eine Verkehrsführung 2 + 1 (in Fahrtrichtung Hamburg zwei, in Fahrtrichtung Lüneburg ein Fahrstreifen) eingerichtet werden.

Standstreifen ist nicht belastbar genug

Doch bereits nach kurzer Zeit sei festgestellt worden, dass der Standstreifen in Richtung Lüneburg der aktuellen Verkehrsbelastung nicht standhalte. Sogenannte Netzrisse und Fahrbahnausbrüche hatten sich gebildet. Daher sei nun eine Änderung der Verkehrsführung erforderlich, sodass fortan nur noch je ein Fahrstreifen in Richtung Hamburg und Lüneburg zur Verfügung steht.

Dadurch soll der Standstreifen entlastet werden und die Verkehrssicherheit gewährleistet bleiben. Um diese veränderte Verkehrsführung einzurichten, seien die drei nächtlichen Sperrungen notwendig. Eine Umleitung (U63) ist ausgeschildert. Die Fließgeschwindigkeit im Baustellenbereich wird von 80 km/h auf 100 km/h erhöht.

Im Zuge der neuen Verkehrsführung kann die Auffahrt an der Anschlussstelle Winsen-West wieder geöffnet und für den Verkehr freigegeben werden. Ebenso wird die Sperrung der Park- und WC-Anlage Luhewiese aufgehoben.

Arbeiten dauern in Etappen bis 2025

Zum Hintergrund: Die A39 wurde Anfang der 1970er Jahre gebaut. Seitdem habe es keine größeren Instandsetzungsarbeiten, sondern lediglich Ausbesserungsarbeiten und flächige Sanierungen der Asphaltdeckschicht gegeben, heißt es von der Behörde. Der Fahrbahnaufbau genüge nun zum einen nicht mehr den Anforderungen des heutigen Schwerlastverkehrs.

Zum anderen weise die Asphalttragschicht Schäden, wie tiefgehende Längs- und Querrisse 29auf. Eine Sanierung der Deckschicht allein sei daher nicht möglich. Stattdessen begannen im Februar die Bauarbeiten zur grundhaften Instandsetzung der A39 auf dem 4,7 Kilometer langen Streckenabschnitt. Die Instandsetzungsarbeiten erfolgen in vier Bauabschnitten bis 2025. lz

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