Dienstag , 6. Dezember 2022
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Erfolgreiches Formel-1-Team: Konstantin, Wim, Max, Felice und Thorben vom Gymnasium Lüneburger Heide haben den schnellsten Boliden konstruiert und dürfen nun am Bundesentscheid teilnehmen. (Foto: kre)
Erfolgreiches Formel-1-Team: Konstantin, Wim, Max, Felice und Thorben vom Gymnasium Lüneburger Heide haben den schnellsten Boliden konstruiert und dürfen nun am Bundesentscheid teilnehmen. (Foto: kre)

Melbecker Schüler erfolgreich bei Formel-1-Wettbewerb

Fünf Gymnasiasten aus Melbeck haben den Landesentscheid im Formel-1-Wettbewerb für Mini-Rennwagen gewonnen. Jetzt bereiten sie sich auf den Bundesentscheid vor.

Melbeck. Die Formel 1 startet in die neue Saison. Im Großen wie im Kleinen: Doch während Ferrari-Pilot Charles Leclerc und Co. gerade erst ihr erstes Rennen absolvierten, dürfen sich Konstantin und seine vier Mitstreiter bereits über ihren ersten Titelgewinn freuen. Die fünf Siebtklässler des Gymnasiums Lüneburger Heide wurden Landesmeister im Formel-1-Wettbewerb für Mini-Rennwagen und dürfen nun Anfang Mai an den Deutschen Meisterschaften in Bremen an den Start gehen.

Bei dem „multidisziplinären, internationalen Technologiewettbewerb Formel 1“ treten Jugendliche mit selbst konstruierten Mini-Rennwagen gegeneinander an, die alle von einer Co₂-Kartusche beschleunigt werden. Das Rennen selbst geht nur über 20 Meter. Eine vergleichsweise kurze Strecke, und doch bringen es die Autos auf mehr als 70 Kilometer in der Stunde.

Da kommt es auf jedes Detail an“, wissen Wim und sein Teampartner Max – auf eine optimale Aerodynamik, auf leichtgängige Räder und, und und....Und obwohl die fünf vom Melbecker Gymnasium das erste Mal bei diesem Wettbewerb in der Juniorklasse an den Start gingen, haben sie offensichtlich alles richtig gemacht: 1,354 Sekunden benötigte ihr Bolide für die 20 Meter – und katapultierte das Quintett aus Melbeck ganz oben auf das Siegerpodest.

Doch viel Zeit, sich über den Erfolg zu freuen, bleibt den jungen Landesmeistern nicht: Sie sind bereits eifrig dabei, das Auto zu bauen, mit dem sie an der Bundesmeisterschaft Anfang Mai teilnehmen werden. „Da wird die Konkurrenz noch einmal deutlich größer sein“, vermuten Felice und Thorben. Und die jungen Konstrukteure wissen auch schon, wo sie Veränderungen vornehmen wollen: „Das Auto muss leichter werden, mindestens 14 Gramm“, sagt Wim.

Florian Kniedler ist Mathe- und Informatiklehrer am Gymnasium Lüneburger Heide. Gegenüber der LZ erklärt er, dass es bei dem Wettbeweb nicht nur darauf ankommt, das schnellste Auto auf die Räder zu stellen, sondern auch auf andere Fähigkeiten: „Genauso wichtig ist Team- und Projektarbeit. Auf der Suche nach möglichen Sponsoren und Unternehmen müssen die Jungs Firmen ansprechen, und sie müssen eine Präsentation entwickeln.“ Aber auch in diesem letzten Punkt haben die Jungs vom Gymnasium Lüneburger Heide eine überzeugende Vorstellung abgeliefert und beim Konstruktions- und Präsentationspreis ebenfalls die meisten Punkte geholt. Beste Voraussetzungen also, um auch bei den Deutschen Meisterschaften weit vorne zu landen.

Von Klaus Reschke

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