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Ab dem 1. April bis Mitte Juli müssen Hunde an der Leine geführt werden. (Foto: Adobe Stock)

Leinenpflicht für Hunde ab 1. April

Ab dem 1. April müssen Hunde an der Leine geführt werden. Grund dafür ist die Brut- und Setzzeit vieler Tiere aus der Region.

Lüneburg. Der Frühling steht vor der Tür – und damit auch die Brut- und Setzzeit vieler Tiere aus der Region. Um Vogelküken und andere wildlebende Tierkinder am Boden zu schützen, gibt es vom 1. April 2022 bis zum 15. Juli 2022 die Leinenpflicht. Hunde müssen in diesem Zeitraum zwingend an der Leine geführt werden, darauf weist der Landkreis hin.

Diese Pflicht gilt im Wald und der übrigen freien Landschaft, also den dazugehörigen Wegen und Gewässern. Um Hundebesitzerinnen und -besitzer aufzuklären, hat der Fachdienst Umwelt für den Landkreis Lüneburg einen Flyer erstellt. Außerdem sind ab dem 1. April die Landschaftswarte wieder an der Ilmenau und in anderen Naturschutzgebieten unterwegs.

Bereits Schnüffelkontakt kann schädlich sein

Auch wenn nicht alle freilaufenden Hunde wildlebende Tiere verfolgen oder sogar verletzen, ist es wichtig die Vierbeiner in dieser Zeit an der Leine zu führen und nicht abseits der Wege laufen zu lassen. Bereits ein Schnüffelkontakt zwischen Hund und Rehkitz kann dazu führen, dass die Jungtiere von ihren Müttern verstoßen werden und folglich verhungern oder erfrieren.

„Junge aufziehen kostet viel Kraft. Wenn es keinen Nachwuchs gibt, stirbt eine Art aus“, erklärt Maike Mangelsdorf, vom Fachdienst Umwelt. „Wer seinen Hund an die Leine nimmt, hilft unsere Artenvielfalt zu sichern.“ In den Naturschutzgebieten des Landkreises Lüneburg besteht eine ganzjährige Leinenpflicht. Die Nichteinhaltung der Leinenpflicht gilt als Ordnungswidrigkeit und kann mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro geahndet werden.

Acht Landschafts- und Naturschutzwarte unterwegs

Um die Einhaltung der Anleinpflicht und anderer Regelungen für den Artenschutz im Blick zu behalten, sind acht Landschafts- und Naturschutzwarte als Landschaftswacht für den Landkreis in der Natur unterwegs. Sie informieren anschaulich über die Auswirkungen falschen Verhaltens.

Damit die Tier- und Pflanzenwelt intakt bleibt, spricht die Wacht auch Spaziergängerinnen und Spaziergänger an und informiert über die regionale Flora und Fauna. Oft werden sie auch selbst angesprochen. Die Menschen freuen sich, wenn sie jemand über die Natur aufklärt und gleichzeitig darauf aufpasst. lz

Weitere Informationen zu den Naturschutzgebieten finden Interessierte hier.