Sonntag , 4. Dezember 2022
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Die Erschließung im ersten Abschnitt des Neubaugebietes "Hufen" in Artlenburg läuft - der zweite Abschnitt wurde jetzt aus der Bauleitplanung gestrichen.
Die Erschließung im ersten Abschnitt des Neubaugebietes "Hufen" in Artlenburg läuft - der zweite Abschnitt wurde jetzt aus der Bauleitplanung gestrichen. (Foto: stb)

Weniger Bauland in Artlenburg und Brietlingen

Die Erschließung des ersten Abschnittes des Baugebietes „Hufen“ in Artlenburg läuft auf Hochtouren. Der zweite Abschnitt wurde hingegen auf Eis gelegt. Gleiches gilt für die Dorfgebietserweiterung Wiesenweg/Kleine Straße in Brietlingen.

Scharnebeck. Abspecken bei der Ausweisung von Bauland müssen der Flecken Artlenburg und die Gemeinde Brietlingen. Dies bringt die 42. Änderung des Flächennutzungsplans der Samtgemeinde Scharnebeck mit sich, die jetzt der Ausschuss für Nachhaltigkeit, Bauen und Umwelt der Samtgemeinde auf den Weg brachte.

Verstoß gegen das Ziel Eigenentwicklung

Stadtplanerin Silke Wübbenhorst erläuterte, warum Flächen für die Bebauung gestrichen werden müssen. Die westliche Teilfläche des Baugebietes „Hufen“ in Artlenburg verstoße gegen das Ziel der Eigenentwicklung. Im Bebauungsplan werde bereits eine Entwicklung in zwei Bauabschnitte vorgesehen, wobei der zweite Bauabschnitt erst ab 2025 begonnen werden darf und laut Begründung den Zeitraum bis 2030 abdeckt. Nach Beurteilung des Landkreises Lüneburg in seiner Stellungnahme greife der mit der westlichen Teilfläche angestrebte Entwicklungsrahmen über den zeitlichen Horizont des Bebauungsplans „Hufen“ hinaus und somit auf etwaige Festlegungen in der Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms des Kreises vor. Dies sei aber nicht möglich. „Es ist davon auszugehen, dass die westliche Teilfläche vom Landkreis Lüneburg nicht genehmigt wird. Der Änderungsbereich ist zu streichen.“

Die angestrebte Dorfgebietserweiterung Wiesenweg/Kleine Straße in Brietlingen verstoße in der Gesamtschau mit anderen Bauleitplänen in Brietlingen gegen das Ziel der Eigenentwicklung. „Der Änderungsbereich ist zu streichen. Ansonsten ist davon auszugehen, dass er vom Landkreis nicht genehmigt wird“, verdeutlichte Wübbenhorst.

Genehmigung schon einmal verweigert

Die 42. Änderung des Flächennutzungsplans war im Februar vergangenen Jahres bereits beim Landkreis zur Genehmigung eingereicht worden. Die Genehmigung wurde nicht erteilt mit der Begründung, dass die vorgelegte Fassung nicht an die Ziele der Raumordnung angepasst sei (LZ berichtete). Inzwischen gilt eine Vereinbarung mit der Samtgemeinde Bardowick, wonach sich das Flächensparziel auf einen gemeinsamen Kooperationsraum beziehen darf. Dennoch muss die Samtgemeinde Scharnebeck in Artlenburg und Brietlingen die Handbremse ziehen.

Nicht so in Hohnstorf/Elbe. Die 47. Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich der Gemeinde für die Planung einer Seniorenpflegeresidenz läuft problemlos seinen planerischen Gang. Der Ausschuss stimmte den eingegangenen Abwägungs- und Beschlussvorschlägen zu, die bei der frühzeitigen Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange eingegangen waren.

Bauleitplanung für Seniorenresidenz

Wie berichtet, will ein Investor ein millionenschweres Projekt in der Elbgemeinde verwirklichen. Er plant den Bau einer Seniorenresidenz mit 95 Einzelzimmern mit einem finanziellen Gesamtvolumen von 12 bis 14 Millionen Euro. Das Altenheim soll westlich des Adolf-Lüchau-Weges entstehen. Darüber hinaus sind Wohnmöglichkeiten für die Angestellten der Residenz in direkter Nachbarschaft vorgesehen.

Das Projekt soll dazu beitragen, dass im Bereich der Gemeinde Hohnstorf und der Samtgemeinde Scharnebeck der Bedarf an Plätzen für pflegebedürftige Menschen besser als bislang gedeckt werden kann. Zudem schafft die Einrichtung neue Arbeitsplätze.

Von Stefan Bohlmann

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