Sonntag , 4. Dezember 2022
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Sarah Waldmann (19) und Marleen Schubert (20) tanzten in der neuen LKH Arena in den Mai.
Sarah Waldmann (19) und Marleen Schubert (20) tanzten in der neuen LKH Arena in den Mai. (Foto: t&w)

Mit Bildergalerie: 1700 Gäste tanzen in der Arena in den Mai

Einweihungsparty der LKH Arena: 1700 Gäste tanzten in der neuen Halle in den Mai. Neben viel Spaß und Lob gab es auch Kritik.

Lüneburg. Endlich mal wieder ohne Maske Party feiern, eintauchen in die Menge und Spaß haben bis zum Morgengrauen – das wollten die rund 1700 Gäste am Samstagabend zum ersten „Tanz in den Mai“ in der neuen LKH-Arena. Das Team aus dem „Vamos!“ und der „Ritterakademie“ hatte bereits seit dem Vortag auf Hochtouren gearbeitet, um eine Mega-Sause in der neuen Halle zu ermöglichen.

Eine Stunde lang Freibier

Hanna (59) und Steffen Roth (60) konnten es kaum abwarten. Sie waren von Adendorf zu Fuß gekommen und hatten schon seit 21 Uhr gespannt auf den Einlass gewartet. Die beiden sollten dann auch die ersten „Party-People“ sein, die in die Arena zogen. „Wir dachten, diese Feier werde nach den ganzen Corona-Beschränkungen einen enormen Ansturm verursachen“, erklärte Hanna Roth. Tatsächlich aber verteilten sich die Ticket-Inhaber ganz gut über den Abend hinweg, so dass die Security mit keinen größeren Problemen zu kämpfen hatte. „Wir sind schon ganz gespannt. Nach so einer langen Bauzeit wollen wir natürlich wissen: Wie schaut alles hier aus?“ erklärte Steffen Roth. Das Freibier, das es eine Stunde lang für die Gäste gab, sei für ihn natürlich auch ein Thema. Und dabei machte es dem Ehepaar nichts aus, dass viele Twens unter den Gästen waren. Hanna Roth: „Heute fühlen wir uns jung.“

Um 22 Uhr wummerten die ersten Bässe

Pünktlich um 22 Uhr wummerten die ersten Bässe durch die Lautsprecher. Die „Vamos Allstars“ versorgten ihr gemischtes Publikum mit Hits aus den vergangenen 30 Jahren. Am Mischpult: die beiden DJs Maurice Kawulkski („Clubhunterz“) und Kai Pokall („Sunset Project“). Sie heizten ein, wie sie es zu den besten Zeiten des „Vamos!“ getan hatten. Das freute ganz besonders einen Stammtisch aus Lüneburg und Umgebung, bestehend aus Susanne Riegel, Hans-Jürgen Hohmann, Renate Blanck und Kirsten Burmeister. Die „alten Vamos-Gänger“, wie Renate Blanck ihre Gruppe selbst bezeichnete, wippten sofort zum Rhythmus mit. „Wir stöbern mal, was es alles hier so gibt. Aber wir sind hauptsächlich zum Abtanzen gekommen – wir brauchen Bewegung“, erklärte Blanck gut gelaunt. Und das war an diesem Abend keine Frage der Generationen. Auch Marleen Schubert (20) und Sarah Waldmann (19) machten sich schnurstraks auf zur Tanzfläche. Währenddessen probierten Ben Skommeda, Davis Räke, Janna Schmidt und Vanessa Jürgens (alle um die 20) einmal die Sitzbänke der Tribünen aus. „Endlich wieder eine große Feier! Wir wollen bis zum Ende bleiben“, versicherte Janna Schmidt.

Kritik gab es in den sozialen Netzwerken

Gut drauf waren auch Anke und Franz Makkai (beide Ü50) aus Bleckede. „Wir waren schon lange nicht mehr bei einem 'Tanz in den Mai'. Da kam uns das hier gerade recht“, erklärte Anke Makkai. Die Arena erinnerte Franz Makkai an diesem Abend an die 80er Kult-Disco „Galactica“. „Das ist alles nicht schlecht hier“, sagte er. „Aber die jungen Leute brauchen mehr Angebote. Zu meiner Zeit gab es auch in Lüneburg viel mehr Auswahl. Heute stirbt eine Disco nach der anderen.“ Kritik am ersten „Tanz in den Mai“ in der Arena gab es dann später in den sozialen Netzwerken. Unter anderem soll es zu lange Wartezeiten an den angeblich zu kurzen Tresen gegeben haben.

Von Kerstin Völling

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