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Kerstin Kuechler-Kakoschke
Kerstin Kuechler-Kakoschke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen. (Foto: AfA Lüneburg)

Frühjahrsbelebung auf Arbeitsmarkt in Lüneburg

Der Ukraine-Krieg hat bisher keine negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, heißt es. So setzte sich zuletzt auch die Frühjahrsbelebung im Landkreis Lüneburg fort.

Lüneburg. Die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt im Landkreis Lüneburg setzt sich fort: Im April sank die Arbeitslosenzahl in Stadt und Kreis Lüneburg um 67 auf 5221 im Vergleich zum Vormonat (-1,3 Prozent), das teilt die Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen mit. Zuvor war die Arbeitslosenzahl von Februar auf März um 2,8 Prozent zurückgegangen. Damit liegt die Arbeitslosenquote im Kreis Lüneburg derzeit bei 5,2 Prozent (Vormonat: 5,3) und damit etwas über dem Durchschnitt von 4,6 Prozent (Vormonat: 4,7) des Agenturbezirks, der neben Lüneburg die Kreise Harburg, Uelzen und Lüchow-Dannenberg umfasst. Gleichzeitig stieg die Nachfrage nach Arbeitskräften weiter an, heißt es.

Im April waren bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern im Bezirk der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen 14.517 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenzahl nahm gegenüber März um 292 Personen (2,0 Prozent) ab. Im Vergleich zu April 2021 verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 2.445 Personen (14,4 Prozent). „Die Frühjahrsbelebung brachte sinkende Arbeitslosenzahlen und eine hohe Arbeitskräftenachfrage mit sich“, sagt Kerstin Kuechler-Kakoschke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen.

Angebot freier Stellen steigt erneut

Das Angebot an freien Stellen erhöhte sich jetzt nochmals. 6155 freie Stellen waren zuletzt in den hiesigen Unternehmen unbesetzt. Dabei kamen im Monatsverlauf 1144 Stellen hinzu. Laut Arbeitsagentur kamen die meisten Stellenzugänge aus den Bereichen "Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen" (266 Stellen, darunter: Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften mit 216 Stellen), Gesundheits- und Sozialwesen (201 Stellen), Öffentliche Verwaltung (133), "Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz" (125 Stellen) sowie Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (87 Stellen).

Diese anhaltende Entwicklung spiegelte sich auch in den Beschäftigtenzahlen wieder, die für Agenturbezirk und Landkreise erst mit Verzögerungen vorliegen. Aktuell wurden Daten über sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Stand September 2021 veröffentlicht.

Im Landkreis Lüneburg stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Einwohnerinnen und Einwohner im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1341 auf insgesamt 72.438 (+1,9 Prozent) bei einer Gesamtbevölkerung von mehr als 183.000 in Stadt und Kreis Lüneburg. Zum Vergleich: Beispielsweise im Kreis Harburg mit mehr als 250.000 Einwohnerinnen und Einwohnern stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 1328 auf 107.590 (+1,2 Prozent.)

Kurzarbeit für bis zu 523 Personen

Kuechler-Kakoschke von der Agentur für Arbeit sagt: „Der russische Angriff auf die Ukraine hat bisher keine negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Es gibt Beratungen zur Kurzarbeit, aber bisher keine Trendumkehr auf dem regionalen Arbeitsmarkt." Für den gesamten Agenturbezirk gingen bis zum Stand vom 27. April im Monatsverlauf 42 Anzeigen auf Kurzarbeit für maximal 523 Personen ein: 11 Unternehmen im Kreis Lüneburg meldeten Bedarf von Kurzarbeitergeld für bis zu 89 Personen an, im Kreis Harburg gingen 13 Anzeigen für 87 Personen ein und in Uelzen gingen sechs Anzeigen für 11 Beschäftigte ein.

Den größten Bedarf gibt es im Kreis Lüchow-Dannenberg, dort meldeten 12 Stellen Kurzarbeit für bis zu 336 Personen. In welchem Umfang die Kurzarbeit tatsächlich in Anspruch genommen wird, stellt sich erst mit der Monatsabrechnung der jeweiligen Unternehmen heraus, heißt es. lz/dth

>>>Arbeitsmarktreport

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