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Jörg Silex und Soraya Abidi,
Jörg Silex und Soraya Abidi bringen gemeinsam den Pfandring an. (Foto: Stadt Lüneburg)

Ein Plätzchen für Pfandflaschen

Die Idee ist nicht neu: In anderen Städten sind sie bereits zu finden. Sogenannte Pfandringe sollen nun auch in Lüneburg mehr Solidarität mit Pfandsammler und Pfandsammlerinnen schaffen und Gutes tun. 

Lüneburg. Für die Schülerin Soraya Abidi ist es eine Herzensangelegenheit: Sogenannte Pfandringe sollen mehr Solidarität mit Pfandsammler und Pfandsammlerinnen schaffen und Gutes tun. Die Idee ist nicht neu: In anderen Städten sind sie bereits zu finden. Auch in Lüneburg gibt es auf private Initiative hin schon einen Pfandring an der St. Johanniskirche, wo Pfandflaschen abgestellt werden, damit Bedürftige sie dort einsammeln können.

Abidi ist das nicht genug. Mit ihrer Idee, weitere Pfandringe anzubringen, stieß die Schülerin Ende vergangenen Jahres in der Stadtverwaltung auf offene Ohren: Auch dort bestand bereits die Überlegung, die Pfandringe in der Innenstadt zu testen. Uta Hesebeck, Fachbereichsleitung Straßen- und Grünplanung: „Inzwischen sehen wir, dass viele aus Rücksicht vor den Sammlern und Sammlerinnen Pfandflaschen als Spende neben oder unter die öffentlichen Mülltonnen stellen.“ Dort würden die Flaschen aber leicht umfallen, zerbrechen oder im Weg sein und zusätzlichen Müll produzieren. Deshalb gab es die Idee, mit Pfandringen Abhilfe zu schaffen. Es fehlte nur noch der entscheidende Impuls, dies auch in die Tat umzusetzen.

Vier Pfandringe montiert

Nachdem die Stadtverwaltung der Wunsch von Abidi erreichte, machten sich Uta Hesebeck und ihr Kollege Jörg Silex sofort an die Arbeit. Hesebeck: „In Abstimmung mit der AGL und der Denkmalpflege haben wir das Aussehen sowie die ersten Standorte für die Pfandringe festgelegt.“

Testweise hat Silex nun vier Pfandringe montiert: am Bahnhof, am Sande, am Marktplatz und am Alten Kran. In den Pfandsammelhalterungen finden bis zu sechs Flaschen Platz. Pfandsammler und Pfandsammlerinnen können sich die Flaschen direkt aus der Halterung nehmen, ohne in den Mülleimern danach suchen zu müssen. Damit die Pfandringe wiederum nicht als Mülleimer genutzt werden, weist ein Schild deutlich auf den Zweck hin: „Zeige deine Solidarität. Spende dein Pfand“, heißt es darauf. Jörg Silex: „Wir beobachten in den kommenden Monaten, ob die Pfandhalterungen gut angenommen werden.“ Sollte dies der Fall sein, könnten weitere Standorte für die Pfandringe in Betracht gezogen werden.

Soraya Abedi ist zufrieden: „Es ist ein gutes Gefühl, etwas in meiner Stadt bewegt zu haben.“ lz

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