Sonntag , 4. Dezember 2022
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Alexandra Kammer und Florian Dyballa vom Startup Aivy.
Alexandra Kammer und Florian Dyballa vom Startup Aivy. (Foto: privat)

Aivy: Doch kein Deal mit Höhle der Löwen

Bei der Höhle der Löwen ist doch kein Deal mit den Gründern der App Aivy zustande gekommen, obwohl es in der Sendung mit zwei der Löwen einen Handschlag gab. Das Team um den ehemaligen Leuphana-Studenten Florian Dyballa erklärt, warum es dennoch keine schlechten Gefühle gegeben hat.

Lüneburg/Köln. Am Montag ist bei Vox die Folge der TV-Show "Höhle der Löwen" mit den Gründern der App Aivy ausgestrahlt worden. Mit im Team: der ehemalige Leuphana-Student Florian Dyballa. Unternehmer hatten zunächst zwei der "Löwen" in der Investment-Show von ihrer App überzeugen können – Carsten Maschmeyer und Dagmar Wöhl, die je 225.000 Euro für je fünf Prozent der Firmenanteile kaufen wollten.

Aufzeichnung der Sendung liegt gut ein Jahr zurück

Nach der Aufzeichnung ist der Deal geplatzt. Grund dafür sei ein Altgesellschafter, der sich in den Verhandlungen quergestellt habe. Das Team von Aivy erklärt, bei den Vertragsverhandlungen habe die konkrete Ausgestaltung nicht gepasst. "Wir haben bei unseren geschlossenen Meilensteinen am Ende nicht zusammengefunden. Dennoch gab es dabei keine schlechten Gefühle. Wir sind im Positiven auseinandergegangen und haben wertvolle Erfahrungen mitgenommen", sagt Alexandra Kammer, Pressesprecherin von Aivy. Carsten Maschmeyer selbst schreibt dazu auf seiner Facebook-Seite: "Die Möglichkeit eines am Altgesellschafter vorbei verhandelten Beteiligungsvertrag ist für uns ein No Go. Daher mussten wir leider absagen. Wir hätten gerne mit den Gründern zusammengearbeitet und wünschen ihnen und dem ganzen Aivy-Team für die Zukunft von Herzen alles Gute."

Dass der Deal nicht zustande gekommen ist, durfte nach Aussagen von Alexandra Kammer vor der Ausstrahlung der Sendung nicht kommuniziert werden. Mittlerweile, so die Sprecherin, gebe es zudem eine andere Finanzierung für das Startup.

Überwiegende Zahl der Deals finden auch statt

Dass Deals nach der Sendung nicht zustande kommen, ist die Ausnahme bei der Höhle der Löwen. "ganz überwiegende Zahl der im Studio geschlossenen Deals findet statt", sagt eine Sprecherin von Vox. Aber wie im realen Investmentleben auch, würden einige der angebahnten Deals auch nicht zu einem Abschluss kommen. "Gründe hierfür sind vielfältig, und es werden nach der Aufzeichnung viele Unterlagen zwischen den Löwen und den Start-ups ausgetauscht. Da es sich hier um Verhandlungen zwischen den Löwen und den Start-ups handelt, an denen wir nicht beteiligt sind, bitten wir um Verständnis dafür, dass wir zu den konkreten Gründen für das Scheitern einzelner Deals keine Auskunft geben können."

Der App Aivy hat die Sendung dennoch zu Bekanntheit verholfen. "Wir haben über Nacht 15.000 Downloads der App gehabt und lagen auf Platz eins der Download-Charts im App-Store", erzählt Alexandra Kammer.

Das Team möchte seine App nun in weitere Unternehmen und Haushalte tragen. Mit der App Aivy soll die Chancengleichheit bei Bewerbungen gesteigert werden. Nutzer können mittels kurzer, spielerischer Aufgaben herausfinden, welche Fähigkeiten und Talente wie stark in ihnen schlummern – das ganze werde auf psychologische Daten gestützt.

Von Laura Treffenfeld

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