Sonntag , 4. Dezember 2022
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Auftakt der Schützenfest-Saison am 20. Mai in Handorf: Nach zweijähriger Pause dürfen die Schützen wieder feiern, vorab schmücken sie den Ort
Auftakt der Schützenfest-Saison am 20. Mai in Handorf: Nach zweijähriger Pause dürfen die Schützen wieder feiern, vorab schmücken sie den Ort. (Foto: t&w)

Handorf gibt Startschuss für die neue Schützenfest-Saison

Darauf haben Schützen lange warten müssen – auf ihr Schützenfeste. Wegen der Corona-Pandemie durften sie zwei Jahre nicht feiern. Doch die Zeit des Wartens ist jetzt vorbei: Der Schützenverein Handorf legt am Freitag, 20. Mai, als erster wieder los.

Handorf. Grüne und weiße Girlanden schmücken die Straßen im Ort und kündigen an, was es zwei lange Jahre nicht mehr gab: Handorf feiert sein Schützenfest – und macht damit den Auftakt für die erste Schützenfest-Saison nach zwei coronabedingten Auszeiten. An drei Tagen feiern der Schützenverein und das Dorf zusammen, los geht es am Freitag, 20. Mai, um 19 Uhr mit der offiziellen Eröffnung, ab 20 Uhr folgt ein Open-Air-Konzert der Rockband Grinch aus Lauenburg auf dem Festplatz am Gasthaus Benecke. Dort findet dann am Sonnabend, 21. Mai, um 17 Uhr auch die Proklamation der neuen Schützenmajestäten statt.

Planung läuft seit Anfang März

„Die Planung läuft seit Anfang März“, berichtet Vorstandsmitglied Joshua Benecke. Ab dem Zeitpunkt sei klar gewesen, die Pandemie lässt das Schützenfest wieder zu. „Wir ziehen es komplett durch – nicht in abgespeckter Form“, sagt er. Das sei der Wille der Vereinsmitglieder, die sich bei der Jahresversammlung mit Mehrheit für diesen Weg entschieden hätten – auf Vorschlag des Vorstandes.

„Während der Pandemie haben wir so gut wie keine Mitglieder verloren“, freut sich Benecke. Nachdem der Schießsport nun seit Jahresbeginn wieder regelmäßig laufe, das Training nach eineinhalb Jahren Pause inzwischen wieder stattfinde, sei es jetzt an der Zeit, den Höhepunkt im Vereinsleben anzugehen, meint der Handorfer.

Mit Umsicht und gebührendem Abstand

„Zum Glück gibt es so gut wie keine Auflagen mehr.“ Dennoch werde das Schützenfest mit Umsicht und gebührendem Abstand gefeiert – Corona ist nicht vorbei. „Wir appellieren an jeden Besucher, vorsichtig zu sein und aufeinander zu achten“, betont Joshua Benecke.

Eigentlich legt der Schützenverein mit Planung und Durchführung einen Kaltstart im doppelten Sinn hin. Die Verantwortung trägt ein neuer Vorstand, der nun die seit zwei Jahren brachliegende Infrastruktur für das Schützenfest reaktivieren muss. „Erfreulich ist, dass die Organisation dieses Mal noch in den Händen unseres ehemaligen Festausschussvorsitzenden Aaron Kropat liegt.“ Das erleichtere viel, verdeutlicht er. „Außerdem haben wir recht gute Kontakte zu den Schaustellern, das ist ein Vorteil bei der Planung.“ Es ist ein Heimvorteil, denn in Handorf haben einige Schaustellerbetriebe ihren Unternehmensstandort.

Proklamation liegt zwei Jahre zurück

Aaron Kropat ist für die Handorfer Schützen nicht nur deren Organisationsroutinier in Sachen Schützenfest – er hält der Pandemie geschuldet auch den Vereinsrekord als amtierender Schützenkönig. Seine Proklamation liegt zwei Jahre zurück – seinen Nachfolger ruft der Verein nun aus.

„Das ganze Dorf ist voller Vorfreude. Die Menschen haben Lust, das Schützenfest zu feiern. Sie wollen nach langer Zeit mal wieder raus“, sagt Joshua Benecke. Außerdem biete sich endlich die Möglichkeit, die seit dem bislang letzten Schützenfest neu nach Handorf gezogenen Familien in entspannter und fröhlicher Atmosphäre kennenzulernen und mit ihnen zu feiern.

Von Stefan Bohlmann

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