Mittwoch , 30. November 2022
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Bild aus vergangenen Tagen. Das dritte Jahr in Folge fällt das Stover Rennen aus.
Bild aus vergangenen Tagen. Das dritte Jahr in Folge fällt das Stover Rennen aus. (Foto: t&w)

Stover Rennen fällt erneut aus

Der Ticker auf der Homepage des Stover Rennvereins zählt noch die Tage herunter, bis zum Renntag am 31. Juli. Doch der Vorstand hat bereits beschlossen, dass das Stover Rennen auch in diesem Jahr ausfällt. Ursprünglich sollten nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause 15 Trab- und Galopprennen am Stover Deich starten.

Stove.  Noch Mitte Dezember war der Verein optimistisch, 2022 endlich wieder einen Renntag auf die Beine stellen zu können. Bei der Jahresversammlung beschlossen die Mitglieder, die Wiederaufnahme des Rennbetriebs. Trotz der Arbeiten am Deich sicherte der Deichverband die Nutzung von Rennplatz, Tribüne und Sattelplatz zu, und auch die Sperre der Elbbrücke zwischen Geesthacht und Rönne, die vielen Fans die Anreise erschwert, wollte man in Kauf nehmen.

Nach zwei Vorstandstreffen in den vergangenen Wochen entschieden sich die Verantwortlichen nun aber doch überraschend für eine Absage. „Die Kosten, etwa für Zäune und Zelte, sind immens gestiegen“, erklärte Jochim Meyn vom Rennverein. Auch ein angedachter Bus-Shuttle für Zuschauer vom anderen Elbufer erwies sich als zu teuer für den Verein. Dieses Problem allein hätte der Verein noch stemmen können, wenn er die Ticketpreise für den Renntag angehoben hätte.

Große Sorge vor Verlustrechnung

Doch zur finanziellen Situation kamen viele Fragezeichen hinzu: Nutzung des Sattelplatzes unsicher, im Bereich Genehmigungen vieles noch unklar: ,Alles zusammen habe dazu geführt, dass man sich schweren Herzens entschlossen habe, das Rennen noch einmal zu verschieben, so Meyn.

Der Vorstand habe Angst gehabt, mit einem Renntag unter so schlechten Vorzeichen einen zu hohen Verlust zu machen. Dann hätte möglicherweise das Geld nicht mehr für die Ausrichtung des traditionsreichen Rennens im kommenden Jahr gtereicht. Für den Verein ist der Renntag die einzige größere Einnahmequelle. Zwar sie man auf der Suche nach Sponsoren, beteuert Meyn, doch habe auch die Pandemie Spuren hinterlassen.

Das Geld, über das der Verein verfüge, reiche aus, um das Rennen im kommenden Jahr unter besseren Vorzeichen zu starten, sagt Meyn. Darauf wolle man sich nun konzentrieren. fw

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