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ROCKBULL spielt nur berühmte Hardrock Power Cover Songs pur, die Euch mitreißen und sofort wieder jung werden lassen. Du stehst auf AC/DC, Guns´n Roses, Mötley Crüe, Metallica, Iroin Im "Café Kasa" servierten "Rockbull" deftigen Hardrock von AC/DC, Guns´n Roses, Mötley Crüe und Metallica. (Foto: t&w)
ROCKBULL spielt nur berühmte Hardrock Power Cover Songs pur, die Euch mitreißen und sofort wieder jung werden lassen. Du stehst auf AC/DC, Guns´n Roses, Mötley Crüe, Metallica, Iroin Im "Café Kasa" servierten "Rockbull" deftigen Hardrock von AC/DC, Guns´n Roses, Mötley Crüe und Metallica. (Foto: t&w)

Mit Bildergalerie: Die Nacht der Clubs

Zwei Jahre musste die Nacht der Clubs pandemiebedingt passen. Jetzt erlebt sie ihr Comeback - und das als Frühjahrsedition. Eine Stadt swingt und tanzt die Zeit der Distanz weg.


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Zwei Jahre musste die Nacht der Clubs pandemiebedingt passen. Jetzt erlebt sie ihr Comeback - und das als Frühjahrsedition. Eine Stadt swingt und tanzt die Zeit der Distanz weg.

Lüneburg. Was ist los, wenn die Pommes-Esserin vor "Jim Curry" zu Saxofonklängen, die durch die Rosenstraße wehen, beim Aufpieken der Kartoffelstäbchen swingt? Etwas lange Vermisstes muss zurückgekehrt sein, wenn im "Café Central" eine Besucherin das Geschehen mit ihrer Handy-Kamera filmt – und eigens ein Stativ mitgeschleppt hat. Die "Lüneburger Nacht der Clubs" hatte in der Nacht zu Sonntag ihr Comeback.

Das Ende der Zwangs-Distanz gefeiert

Zwei Jahre lang war das Virus der Partycrasher. Die Pandemie torpedierte Live-Musik in Lüneburg, Tanzen und Feiern rutschten auf die Rote Liste der bedrohten Freizeitaktivitäten. Was so lange vermisst wurde, sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden, dachten sich die Veranstalter und machten aus der bisherigen Herbst-Sause ein Frühlingsevent. Mit Erfolg, zieht die Lüneburger Marketing GmbH Bilanz. In zwölf Lüneburger Bars und Clubs wurde das Ende der erzwungenen Distanz gefeiert, ein geplantes 13. Event fiel kurzfristig einem Wasserschaden zum Opfer.

Die Bands und Solo-Künstler auf den Bühnen heizten Tanzwütigen wie Abseitsstehern ein und machten deutlich: Hinter den Gitarren hat man die Rückkehr der Live-Events ebenso herbeigesehnt wie vor den Gitarren. Lange sah man den "Coffee Shop Lüneburg" nicht mehr so voll wie am Samstagabend. "Stereo Sunset" spielten einen Mix aus Pop, Reggae, Soul und Blues. Claudia Daniels sang, Detlev Gebers bediente den Bass, Stefan Ritter stieß so ins Saxofon, dass draußen die Pommes-Fans tanzten.

"Auf den Dielen wurde richtig abgerockt"

Bei der Frühjahrsedition der Lüneburger Nacht der Clubs hätten die Temperaturen etwas lauer sein können, bedauerte Organisatorin Melanie-Gitte Lansmann am Tag danach. Ursprünglich sollten die Nachtschwärmer auch draußen tanzen. "Aber der Mix aus drinnen und draußen funktionierte." Die Geschäftsführerin der Lüneburg Marketing GmbH zog eine positive Bilanz: "Ich habe alle Locations besucht. Das ,Mälzer' war gut besucht, in der ,Krone' und in ,Dea's Heimathafen' war Mega-Stimmung. Da wurde auf den Dielen richtig abgerockt."

So kühl es draußen war, in den Clubs sorgten Rock und Pop, Soul und Blues sowie R'n'B und Jazz für Wohlfühltemperaturen. So brauchte Mirko Heil von der Band "Neugierig" auch nach zwei Jahren Coronapause nicht lange, um sein Publikum in "Dea's Heimathafen" in den Griff zu bekommen. "Schön war, zu sehen, wie die Besucher zwischen den Locations wechselt, das Konzept ,ein Eintritt, mehrere Spielorte' geht auf."

Künftig Clubnacht zwei Mal im Jahr?

Bleibt die Clubnacht als Frühjahrsedition eine Eintagsfliege? Lansmann deutet an: "Der gelernte Veranstaltungszeitraum ist natürlich der November. Aber wenn sich die Gastronomen das vorstellen könnten, würde uns nichts davon abhalten, im Frühjahr und Winter zu feiern."

War der Neustart nach zwei Jahren Zwangspause ein besonderer Kraftakt? "Etwas quasi neu anzuschieben, ist immer eine besondere Herausforderung. So haben sich dieses Jahr einige Gastronomen zu kurzfristig entschieden, mitmachen zu wollen. Aber wir haben jetzt erstmal Drive reingekriegt", findet die Marketing-Chefin.

Wird die Pandemie bleibende Schäden hinterlassen? Lansmann: "Das Angebot ist natürlich geschrumpft. Umso wichtiger war es, das Ganze jetzt zu reaktivieren. Die Menschen wollen doch."

Von Joachim Zießler