Sonntag , 4. Dezember 2022
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Yonna (links) und Jana sind Teil der Garten AG. Sie freuen sich auf das Einpflanzen, Ernten und Kochen.
Yonna (links) und Jana sind Teil der Garten AG. Sie freuen sich auf das Einpflanzen, Ernten und Kochen. (Foto: t&w)

Ein Garten auf dem Schulhof der Wilhelm-Raabe-Schule

Auf dem Schulhof der Wilhelm-Raabe-Schule wird es künftig deutlich grüner – zumindest in einer Ecke: Ein 35 Quadratmeter großes Beet haben die Schülerinnen und Schüler der Garten AG gemeinsam mit ihren Lehrkräften angelegt. Dort wollen sie nun Kräuter, Blumen und Gemüse pflanzen.

Lüneburg. Der erste Schritt ist geschafft, nun können weitere folgen: Die Garten AG der Wilhelm-Raabe-Schule (WRS) hat am Freitag ein 35 Quadratmeter großes Beet auf dem Schulhof angelegt. Dort können die Schülerinnen und Schüler nun nach und nach Kräuter, Blumen und Gemüse anpflanzen. Gefördert wird das Projekt mit gut 4000 Euro von der Bingo Umweltstiftung. Die 35 Kubikmeter Erde spendierte die GfA, die Steine für die Umrandung die Firma Manzke.

"Wir wollten diese Rumpelecke schon länger umgestalten", berichtet Hauke Schauermann, der die Garten AG mit seiner Kollegin Annegret Nitzpon leitet. "Bisher haben wir nur ein paar Blumenkübel und Hochbeete auf dem Schulhof, und so kam uns die Idee, dass wir ein weiteres Beet anlegen könnten." Ziel dabei sei es, den Schülern den Zyklus von Lebensmitteln näher zu bringen: "Wie pflanzt man das an? Wie viel Platz braucht das? Was erntet man wann, und was kann man daraus kochen?", verdeutlicht Schauermann.

Gemeinsam pflanzen, ernten und kochen

Denn neben dem Beet befindet sich eine kleine Küche, "dort wollen wir dann gemeinsam kochen". Darauf freuen sich auch Jana (12) und Yonna (11) besonders. "Man lernt etwas für Zuhause", sagt Yonna, die die sechste Klasse der WRS besucht: "Kochen kann ich nicht, aber unter Anleitung klappt das bestimmt." Bevor die "Rumpelecke" am Freitag in ein Beet umgewandelt wurde, erstellten die Kinder gemeinsam mit ihren Lehrern und einer Gärtnerin einen Pflanzplan. "Wir durften uns Pflanzen wünschen", erzählt Jana.

Auf der Liste stehen nun unter anderem Lavendel, Salbei, Zitronenmelisse und Colakraut. Ein paar Blumen sollen für die Insektenvielfalt gezogen werden, für das Gemüse ist die Garten AG, der derzeit 16 Schülerinnen und Schüler angehören, in diesem Jahr schon etwas zu spät. Im kommenden Jahr soll dann aber je nach Saison Gemüse geerntet werden können.

Nicht jeder hat Zuhause einen Garten

Schulleiter Thomas Wetzel ist froh, dass Schauermann und Nitzpon gemeinsam "viel bewegen und viele Schüler mitnehmen und begeistern". Er selbst sei früher mit verpflichtendem Schulgartenunterricht aufgewachsen, erzählt er und betont: "Nicht jeder hat Zuhause einen Garten. Es ist wichtig, dennoch das Verständnis dafür zu bekommen." Das Beet in der Ecke des Schulhofes soll deshalb nicht das letzte gewesen sein: "Es gibt noch Möglichkeiten auf dem Schulhof, zum Beispiel die Randstreifen."

Von Lilly von Consbruch

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