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LZ-Redakteurin Lilly von Consbruch nahm in Bremen den DRK-Medienpreis auch für ihre Kolleginnen Anna Petersen und Laura Treffenfeld entgegen. Überreicht wurde die Auszeichnung vom DRK-Vizepräsidenten Volkmar Schön (r.) und AOK-Vorstand Olaf Woggan. (Foto: DRK)

DRK Medienpreis 2022: LZ-Trio für Armutsserie ausgezeichnet

Als herausragend hat die Jury des DRK-Medienpreises des DRK Kreisverbandes Bremen die Arbeiten der LZ-Redakteurinnen Anna Petersen, Laura Treffenfeld und Lilly von Consbruch bezeichnet. Gewürdigt wissen wollte die Jury auch, was eine „eher kleine Lokalzeitung“ zu leisten vermag.

Lüneburg/Bremen. Für ihr mehrteiliges Projekt „Armut in unserer Gesellschaft“ sind die LZ-Redakteurinnen Anna Petersen, Laura Treffenfeld und Lilly von Consbruch jetzt mit dem DRK-Medienpreis des DRK-Kreisverbandes Bremen in der Kategorie Print ausgezeichnet worden. Das Projekt besteht aus sechs Porträts von Menschen, die in Lüneburg am Existenzminimum leben, sowie einem Adventskalender, der in der Vorweihnachtszeit 24 kleine, vertiefende Einblicke in das Thema Wohnungslosigkeit gewährte. Erschienen sind die Beiträge zwischen Oktober und Dezember 2021.

"Blick dafür geschärft, was es bedeutet, in Armut zu leben"

„Den drei Autorinnen ist es zu verdanken, dass sie das gesellschaftlich wichtige, aber leider auch vernachlässigte, Thema Armut uns Lesern ins Bewusstsein geholt haben“, sagte Jury-Mitglied Gabriele Brünings von der Deutschen Journalisten Union in ihrer Laudatio bei der Preisverleihung im Haus der Bremer Bürgerschaft. „Die Journalistinnen haben unseren Blick dafür geschärft, was es bedeutet, in Armut zu leben, wie die Betroffenen damit umgehen und wie die Gesellschaft darauf reagiert.“

Gleich zu Beginn hob Brünnings hervor: Gewürdigt werde auch, „dass eine eher kleine Lokalzeitung dem Thema Armut einen solch herausragenden Platz einräumt.“ Mit ihrer Arbeit überzeugten die LZ-Redakteurinnen noch vor Beiträgen der Süddeutschen Zeitung und der Frankfurter Rundschau.

Die weiteren Preisträger sind:

Hörfunk: Christiane Hawranek, Claudia Gürkov und Melanie Marks mit dem Feature „Das Horrorheim“, Bayerischer Rundfunk, sowie Charly Kowalczyk mit dem Beitrag „Legale Ausbeutung“, Radio Bremen.

Fernsehen: Torsten Körner mit dem Beitrag „Schwarze Adler“, Prime Video.

Digitale Medien: Julia Kopatzki mit dem Beitrag „Frau Radix hat die Lösung“, Zeit Online.

Aus insgesamt 256 Einsendungen wählte die unabhängige Jury Beiträge aus, die aktuelle sozialpolitische Themen beleuchten und Menschen zeigen, die sich in unvorhergesehenen Lebenssituationen befinden. Der DRK Kreisverband Bremen würdigt mit dem DRK-Medienpreis zum 16. Mal journalistische Arbeiten, die sich mit den Grundsätzen des Roten Kreuzes beschäftigen. Die Preise sind mit insgesamt 12.000 Euro dotiert. ml

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