Sonntag , 4. Dezember 2022
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Gabriela Floria (19), Auszubildende bei Werum zur Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung und Eduard Kalinich (16) von der Oberschule am Wasserturm stellen die interaktive Waschmaschine im Wasserturm Lüneburg vor. (Foto: t&w)
Gabriela Floria (19), Auszubildende bei Werum zur Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung und Eduard Kalinich (16) von der Oberschule am Wasserturm stellen die interaktive Waschmaschine im Wasserturm Lüneburg vor. (Foto: t&w)

Azubis und Schüler stellen Projekt auf IdeenExpo aus

Lüneburger Schüler und Azubis haben zusammen an Projekten zum Thema Wasser gearbeitet – mit ihren Ergebnissen werden sie im Juli auf der IdeenExpo in Hannover vertreten sein.

Lüneburg. Sie ist entkernt, mit einem Computer ausgestattet, hat einen Monitor und zwei Hörmuscheln: das neueste Ausstellungsstück im Wasserturm Lüneburg ist eine interaktive Waschmaschine, die von Schülerinnen und Schülern aus den Schülerfirmen der Oberschule am Wasserturm zusammen mit Azubis des Lüneburger IT-Unternehmens Werum Software & Systems AG erarbeitet wurde. Zweck der Waschmaschine ist es, Besuchern die Konsequenzen eines unbedachten oder aber auch nachhaltigen Umgangs mit der Ressource Wasser näher zu bringen. So berichten etwa Zeitzeuginnen in kleinen Videos davon, wie früher die Wäsche gewaschen wurde.

Schüler und Azubis haben aber noch weitere Inhalte geliefert. Etwa zu der Frage, wie im Haushalt Wasser gespart werden kann. "Eine Möglichkeit dabei ist zum Beispiel, Regenwasser für die Toilettenspülung zu nutzen", erklärt Schüler Eduard Kalinich. Weitere Inhalte der Werum-Azubis ergänzen das Projekt. "Von uns kommen zum Beispiel Informationen dazu, wie wir bei der Verarbeitung von Satellitendaten helfen, die wiederum die Umwelt erforschen", ergänzt Azubi Nico Puschnerus.

Waschmaschine auf der IdeenExpo zu sehen

Das besondere an dem ganzen Projekt: Es wird auf der IdeenExpo in Hannover ausgestellt, Europas größtem Jugend-Event für Naturwissenschaften und Technik. "Das ist schon toll, so etwas fertig zu stellen", findet Eduard. Die Schüler haben auch in ihrer Freizeit am Projekt gearbeitet, Videos sowie Fragen für ein Lern-Quiz erstellt. "Es war auch nur etwas stressig während der Prüfungsphase. Ansonsten hat es mehr Spaß gemacht als Stress", sagt Schülerin Yasmin Marienberg. Und ihr Mitschüler Tobias Radtke ergänzt, dass auch die Sinnhaftigkeit der Arbeit eine Motivation war. "Besucher können dabei erkennen, wie wichtig es ist, Wasser zu sparen. Ganz früher hat man im Durchschnitt für die Körperpflege 40 Liter Wasser verbraucht. Heute sind es schon 130 Liter."

Tobias kann sich vorstellen, später einmal im Bereich IT zu arbeiten. Auch das ist ein Vorteil der Zusammenarbeit zwischen Schülern und Firmen – der Nachwuchs ist direkt im Blick. Zudem, so formuliert es Schulleiter Uwe Wegener, mache diese Erfahrung ganz viel mit den Schülerinnen und Schülern. "Sie übernehmen Verantwortung für das eigene Lernen und bekommen Erfahrungen in Team- und Projektarbeit." Noten gibt es übrigens keine. Auch das zeige, wie hoch die Motivation sei, an dem Projekt zu arbeiten.

Geld kommt von unterschiedlicher Seite

Die Schüler freuen sich nun, ihre Arbeiten auf der IdeenExpo in Hannover zu präsentieren. Für den Zeitraum vom 2. bis 10. Juli wird die interaktive Waschmaschine sowie mehrere Monitore mit Info-Material dort ausgestellt, danach geht es zurück in den Wasserturm. In Halle 8 des Messegeländes haben insgesamt 17 nachhaltige Schülerfirmen aus ganz Niedersachsen ihren Platz. Organisiert wird das vom Umweltbildungszentrum Schubz. Geld und Unterstützung für alle Schülerfirmen auf dem Expo-Stand kommen neben Werum von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, der Wirtschaftsförderung Stadt und Landkreis Lüneburg und der Sieb & Meyer AG.

Von Laura Treffenfeld

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