Donnerstag , 29. September 2022
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Beim "Tag des offenen Hofes" in Wendisch Evern konnten sich Interessierte über die Arbeit in der Landwirtschaft informieren. (Foto: Bauernverband)
Beim "Tag des offenen Hofes" in Wendisch Evern konnten sich Interessierte über die Arbeit in der Landwirtschaft informieren. (Foto: Bauernverband)

Tag des offenen Hofes: Landwirtschaft zum Anfassen

Wie werden unsere Lebensmittel produziert? Wie sieht der Alltag auf einem Bauernhof aus? Und gibt es überhaupt genügend Nachwuchs für den Beruf des Landwirts? Das alles waren Fragen, die beim "Tag des offenen Hofes" im Mittelpunkt standen. Der Hof Kruse und der Hof Schlüter hatten ihre Pforten für die Besucher geöffnet.

Wendisch Evern. Gleich zwei Betriebe im Landkreis Lüneburg hatten am Sonntag ihre Hoftore für Besucher geöffnet: Der Hof Kruse und der Hof Schlüter in Wendisch Evern boten bei bestem Wetter Einblicke in die tägliche Arbeit der Landwirtschaft und boten Leckereien direkt vom Hof an. Feldberegnung, Unterschiede zwischen alten und neuen Traktoren, Rehkitzrettung und der Wolf – es gab kaum einen Aspekt, der nicht angesprochen wurde. Aber auch die Möglichkeiten der Berufswahl in der Landwirtschaft war den Organisatoren ein wichtiges Anliegen. Die Landfrauen brachten darüber hinaus mehr als 40 Torten an die begeisterten Kuchenfans. Insgesamt 16 Institutionen und Vereine waren beim vom Bauernverband initiierten "Tag des offenes Hofes" mit von der Partie.

Hannes Kruse stellte seinen mit alten Eichen gesäumten Hof vor, zu dessen Kerngeschäft 300 Hektar Kartoffeln, Zuckerrüben, Grassamen, Gerste und Weizen gehören. Den ganzen Tag über sprach er mit Besuchern: "Mein Eindruck ist, dass es insgesamt gut angenommen wurde, ich hatte viele Gespräche", zog er am Ende des Tages eine positive Bilanz.

Ponys, die eigentlich Esel sind

Bei den jüngsten Gästen kam die Tiervielfalt auf dem Hof Schlüter besonders gut an. Sie lernten unter anderem, dass die Ponys, die dort stehen, eigentlich Esel sind und es sich bei den niedlichen Ziegen in Wirklichkeit um Rauwollige Pommersche Landschafe handelt.

Christoph Hollerbach vom Hof Schlüter beantwortete zahlreiche Fragen zur Pflege, Fütterung und Vermarktung der Tiere, zum Beispiel zur Verarbeitung des Rindfleisches. Gut angenommen wurden auch die Führungen zur Arbeit der Heilpädagogischen Hofschule. Der Bauernverband Nordostniedersachsen (BVNON) als Mitveranstalter bot Besuchern die Möglichkeit, am Glücksrad zu drehen. Wer richtig Auskunft geben konnte über den Rohstoff des erdrehten Produktbildes, kam in den Genuss einer Tüte frisch hergestellten Popcorns.

Landwirtschaft zum Anfassen

Auch die Politik war vor Ort. Neben der CDU-Europaabgeordneten Lena Düpont und der SPD-Landtagsabgeordneten Andrea-Schröder Ehlers kamen im Vorfeld der Landtagswahlen auch zahlreiche Kandidaten aus der Region, die sich im Herbst zur Wahl stellen um das Gespräch mit den Landwirten zu suchen – darunter Anna-Lena Narewski (FDP), Philipp Meyn (SPD), Anna Bauseneick und Jörn Schlumbohm (CDU) sowie Pascal Mennen (Grüne).

Der Bauernverband zeigte sich zufrieden: „Es war schön, endlich mal wieder die Landwirtschaft in ihren vielen Facetten zum Anfassen zu präsentieren und gute Gespräche zu führen. Ich freue mich, dass viele Besucher unser Angebot genutzt haben, insbesondere auch die vielen Familien mit Kindern", zieht Carsten Hövermann vom Lüneburger BVNON-Vorstand Bilanz. lz

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