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Wieder mit dabei beim Kultursommer in Lüneburg: Culcha Candela. (Foto: t&w)
Wieder mit dabei beim Kultursommer in Lüneburg: Culcha Candela. (Foto: t&w)

Letzter Kultursommer auf den Sülzwiesen

Mit technischen und organisatorischen Veränderungen soll die Lärmbelastung im Umfeld der Sülzwiesen so gering wie möglich gehalten werden. Für den Sommer 2023 ist man auf der Suche nach einem anderen Platz für die Konzertreihe.

Lüneburg. Für viele Musikfans ist es ein Highlight: Beim Lüneburger Kultursommer auf den Sülzwiesen sind viele bekannte Musiker zu erleben. Über zwei verlängerte Wochenenden gibt es jeweils von Donnerstag bis Sonntag an vier Abenden Konzerte. Den Auftakt am 14. Juli macht Nena, Helge Schneider, Cro und Gentleman komplettieren die erste Staffel, Culcha Candela, LINA, Silbermond und LEA sind am zweiten Wochenende zu erleben. Nachdem es im vergangene Jahr auch Beschwerden einiger Anwohner gegeben hatte, lädt Campus Lüneburg als Veranstalter nun vorab zu einer Bürgerversammlung am Mittwoch, 29. Juni, ab 18.30 Uhr in der Ritterakademie.

Es habe bereits eine umfassende Kommunikation mit der Stadtverwaltung zur Art und Weise gegeben, wie der Kultursommer in diesem Jahr stattfinden soll, heißt es von Campus. So wurde unter anderem durch ein Ingenieurbüro für Akustik ein Schallgutachten gestellt, die Ausrichtung der Bühne wird gedreht, das Programm im Vergleich zu den vorherigen Jahren deutlich gekürzt. Die Einhaltung der vorgeschriebenen Schallpegelgrenzwerte während des Soundchecks und der Konzerte werde kontrolliert und dokumentiert. Die Konzerte selbst werden konsequent spätestens um 22 Uhr beendet, versichern die Organisatoren. So solle sichergestellt werden, dass die Lärmstörung der im Umfeld der Sülzwiesen wohnenden Bürger so gering und so kurz wie möglich gehalten wird. Die gesamten Maßnahmen werden nun bei der Bürgerversammlung vorgestellt

Gleichwohl ändere die Vielzahl der vorgestellten Maßnahmen nichts an dem Umstand, dass es der letzte Lüneburger Kultursommer auf den Sülzwiesen sein wird, heißt es von Campus. Der Spagat, die Mindestanforderungen der Künstler und Besucher an ein schönes Konzerterlebnis zu erfüllen, trotzdem aber möglichst keine Lärmbelästigung für die Anwohnerschaft in der direkten Umgebung zu schaffen, lasse sich nur durch große Einschränkungen in der Programmauswahl und mit kompromissbereiten Künstlern ermöglichen. Um in der Auswahl der Künstler wieder freier zu sein und ein breiteres Publikum ansprechen zu können, werde sich Campus für den Sommer 2023 auf die Suche nach einem anderen Platz in oder um Lüneburg machen. „Das bedauern wir sehr“, sagt Vorstandsmitglied Paul Reichwaldt „aber aufgrund des rechtlichen Rahmens, der sich aus dem Bundesimmissionsschutzgesetz und der Freizeitlärmrichtlinie ergibt, sehen wir keine andere Möglichkeit.“ lz

Für die Bürgerversammlung wird um eine Anmeldung unter anwohner@lueneburger-kultursommer.de gebeten.

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