Mittwoch , 30. November 2022
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Corinna Krome steigt schon mal auf die Leiter, mit Martin Auer und Kerstin Blumberg arbeitet sie an einem neuen kreativen Ort an der Katzenstraße. (Foto: Zukunfststadt)
Corinna Krome steigt schon mal auf die Leiter, mit Martin Auer und Kerstin Blumberg arbeitet sie an einem neuen kreativen Ort an der Katzenstraße. (Foto: Zukunfststadt)

Ehemaliges Jugendzentrum an der Katzenstraße wird “Utopia”

Im ehemaligen Jugendzentrum an der Katzenstraße soll ein Ort für soziale Unternehmen entstehen, die sich erst noch gründen wollen oder bereits gegründet haben und ihren Beitrag zu einer positiven Zukunft leisten möchten.

Lüneburg. Kerstin Blumberg, Corinna Krome und Martin Auer krempeln sprichwörtlich die Ärmel hoch und konzipieren es selbst: das „Utopia“. Lüneburgs Ort für soziale Unternehmen, die sich erst noch gründen wollen oder bereits gegründet haben und ihren Beitrag zu einer positiven Zukunft leisten möchten.

Ein Ort nachhaltiger Geschäftsideen

„Heute geht es los. Utopia wird Realität“, sagt Kerstin begeistert und schaut auf den weißen Transporter in der Katzenstraße. Er gehört einer Baufirma, die heute, im Juni 2022, das erste Mal das Innere des entstehenden Utopia inspizieren. Die Idee, aus dem ehemaligen Jugendzentrum, einen fruchtbaren Ort für soziale und nachhaltige Geschäftsideen zu machen, ist jedoch schon sechs Jahre alt.

Dementsprechend begeistert ist die Urheberinn dieser Idee, Corinna Krome: „Mit dem mosaique als offenes Haus für alle Kulturen habe ich im kulturell-sozialen Bereich ja schon Erfahrungen gesammelt. Hier sind inzwischen Hunderte Personen ehrenamtlich aktiv. Das Utopia hat einen anderen Fokus. Es kann die gesellschaftliche Ebene wunderbar durch ökologische und soziale Innovation ergänzen““, sagt sie.

Industrieller Wandel

„Auch in der Arbeits- und Unternehmenswelt können wir gemeinsam einen Beitrag für gesellschaftlichen Wandel leisten“, sagt sie. Denn: Veränderung ist die Motivation der Köpfe hinter Utopia. Kerstin weiß aus ihrer Zeit als Innovationsmanagerin und der Gründung eines Sozialunternehmens welch wichtige Rolle ein Ort spielt, an dem sich Menschen mit den gleichen Werten und Zielen sich begegnen und unterstützen können.

Corinna ist eine feste Größe in Lüneburgs Engagement-Welt. Gemeinsam mit Martin Auer, der an der Leuphana Universität studiert und bereits einen ehrenamtlichen Verein für Jugendbeteiligung und Jugendhaushalte gegründet hat, heben sie jetzt das „Utopia“ aus der Taufe. „Auf über 450 Quadratmetern entsteht ein Ort, an dem wir junge Firmen mit Sozial-Verantwortung ein Zuhause bieten, gemeinsame Arbeitsräume für Freischaffende und Interessierte, eine Werkstatt, einen Cafébereich, der gleichzeitig auch Begegnungs- und Veranstaltungsort sein kann, unterbringen“, sagt Kerstin. Es geht darum, Social Start-Ups und Gründungsinteressierten zunächst Arbeitsräume anzubieten, aber auch direkt einen Ort für konstruktiven Austausch und den Test in der Praxis zu kreieren“, sagt Kerstin.

Eine Werkstatt zur Herstellung von Prototypen mit beispielsweise einem 3D-Drucker wären denkbar sowie einen Cafébereich mit einer kleinen Bühne, auf der junge Gründer und Gründerinnen ihre Ideen direkt im Haus vorstellen können und sich über Rückmeldungen und produktive Ideen zur Verbesserung oder Weiterentwicklung freuen.

Anders arbeiten? Mach mit!

Die Renovierungen für das große Haus mit den drei Stockwerken werden wohl Monate dauern. Doch bis Utopia wirklich seine Türen aufmachen kann, gibt es bereits Arbeitsgruppentreffen und Hausbegehungen. „Uns ist 29es wichtig zu signalisieren, 29jeder und jede, die eine gute Geschäftsidee im Bereich Soziales oder gesellschaftlichem Wandel hat, ist eingeladen mitzumachen und mit uns in der Stadt etwas Neues zu schaffen“, sagt Corinna.

Wer sie kennt, weiß, dass sie viel leistet, um die Welt besser zu machen. „Beispielsweise kann niemand allein dem Klimawandel begegnen, aber ich kann meinen Teil leisten, um Gleichgesinnte zusammenzubringen und mit ihnen, mit den Fähigkeiten jedes und jeder Einzelnen, etwas Neues und Gutes zu schaffen.“

Am 30. Juni vorbei kommen!

Das Utopia in der Katzenstraße lädt Neugierige am 30. Juni um 16:00 Uhr zur Besichtigung ein. Momentan sind einige ehrenamtliche Arbeitsgruppen damit beschäftigt, das Utopia strukturell auf die Beine zu stellen. Ebenfalls steht das Utopia in intensivem Austausch mit vielen relevanten Akteuren im Bereich Gründung in Lüneburg. Wer mehr erfahren will, kann sich hier melden: info@utopia-lüneburg.de

Von Anne Purschwitz

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