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Seit 2007 gibt es die Ehrenamtskarte, mit der der Einsatz aktiver Menschen gewürdigt werden soll, auch in Niedersachsen. (Foto: AdobeStock)
Seit 2007 gibt es die Ehrenamtskarte, mit der der Einsatz aktiver Menschen gewürdigt werden soll, auch in Niedersachsen. (Foto: AdobeStock)

Kommt die Ehrenamtskarte?

Die Idee ist einfach: Wer sich ehrenamtlich engagiert, bekommt eine Karte, die ihm im Gegenzug einige Vergünstigungen garantiert. Während es solche Ehrenamtskarten in anderen Teilen des Landes schon gibt, hat der Landkreis Lüneburg noch kein solches Angebot. Doch das könnte sich jetzt ändern.

Lüneburg. Schleswig-Holstein sagt „einfach mal danke“. Mit einer kleinen Karte für Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. Damit erhalten sie Ermäßigungen in Schwimmbad oder Freizeitpark, Fitnessstudio oder Volkshochschule, bei Autovermietungen oder Reiseveranstaltern. Das gibt es in Niedersachsen auch, nicht aber im Landkreis Lüneburg. Denn „Gold wert“, wie das regionale Portal für bürgerschaftliches Engagement und Selbsthilfe den vielen Freiwilligen auch hier weismachen will, waren sie den öffentlichen Stellen dann eher weniger. Das soll sich nun ändern.

Seit 2007 existiert die Ehrenamtskarte auch in Niedersachsen, mit der der Einsatz aktiver Menschen gewürdigt werden soll. Sie zeichnet ihre Besitzer nicht nur für ihre Funktion als Stütze der Gesellschaft aus, sondern bietet ihnen gleichzeitig Vergünstigungen in vielen Einrichtungen und Unternehmen. Zahlreiche Kommunen nehmen daran teil – der Landkreis Lüneburg fehlt bisher, unter anderem aus Mangel an notwendigen Kooperationspartnern, wie es hieß.

Start sogar noch vor den Sommerferien?

Nun ist offensichtlich Bewegung in die Sache gekommen: Anfang Juni habe die Verwaltung die erforderlichen Unterlagen bei der Staatskanzlei eingereicht und bereits eine erste positive Rückmeldung erhalten, lässt Katrin Holzmann, Pressesprecherin der Behörde, wissen. Die offizielle Antwort stehe noch aus. „Wir sind aber zuversichtlich, noch vor den Sommerferien mit der Ehrenamtskarte im Kreis Lüneburg starten zu können.“

Drei Jahre ist der kleine Ausweis dann gültig und an ein paar Voraussetzungen geknüpft: So muss der Beantragende mindestens 16 Jahre alt sein sowie mindestens drei Jahre – alternativ seit Bestehen der jeweiligen Organisation – mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden im Jahr eine freiwillige gemeinwohlorientierte Tätigkeit ohne Bezahlung ausüben. Rund 3,2 Millionen Menschen in Niedersachsen erfüllen derzeit diese Bedingungen.

Die Stadt Lüneburg würdigt ihre Ehrenamtlichen seit einigen Jahren schon mit der HanseCard. Oder zumindest ihren Nachwuchs: Mit der kleinen Karte können Kinder und Jugendliche, die sich freiwillig für das Gemeinwohl einsetzen, in zahlreichen, meist öffentlichen Einrichtungen Vergünstigungen erhalten. Beteiligt haben sich daran auch die Gemeinde Adendorf sowie die Samtgemeinden Gellersen und Ostheide. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.hansestadtlueneburg.de.

Von Ute Lühr

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