Dienstag , 6. Dezember 2022
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Noch steht an der Elba-Kreuzung nur der Hinweisschild für das Sportzentrum. Bald könnte dort auch noch "Gewerbegebiet Elba" stehen.
Noch steht an der Elba-Kreuzung nur der Hinweisschild für das Sportzentrum. Bald könnte dort auch noch "Gewerbegebiet Elba" stehen. (Foto: be)

Neuer Schwung für Adendorfer Gewerbegebiet

Adendorfer Unternehmen können bald mit den Planungen für einen Umzug an den Ortsrand beginnen, nachdem der Ausschuss für Umwelt, Ortsentwicklung und Bauen beschlossen hat, ein neues Gewerbegebiet auf den Weg zu bringen.

Adendorf. Diskutiert wird über die Schaffung eines neuen Gewerbegebiets für Adendorf an der Kreisstraße 30 schon seit mehr als zehn Jahren -- jetzt ist in die Überlegungen mächtig Schwung gekommen: In der jüngsten Sitzung des Ratsausschusses für Umwelt, Ortsentwicklung und Bauen sprachen sich die Mitglieder einstimmig dafür aus, sowohl die Änderung des Flächennutzungsplans im „Bereich Gewerbegebiet Elba“ als auch die Änderung des Bebauungsplans in die Wege zu leiten.

Es geht um eine Fläche von rund 110.000 Quadratmetern, südlich der Kreisstraße 30, gelegen zwischen der Siedlung Elba und dem Papageienweg. Erste Planungen sehen für das Areal 37 Gewerbeflächen mit Grundstücksgrößen zwischen 1000 und 10.000 Quadratmetern vor. Auf einem anderen Teil des Areals, so heißt es in der Sitzungsvorlage der Verwaltung, soll ein Pferdehof mit Reithalle entstehen.

Eigentümer zum Verkauf bereit

Seit vielen Jahren war Bürgermeister Thomas Maack (SPD) immer wieder mit dem Eigentümer des Grundstücks im Gespräch -- lange ohne Erfolg. Grundsätzlich habe der Eigentümer nun einem Verkauf seiner Flächen zugestimmt, so Maack. „Es waren konstruktive und faire Gespräche. Ich bin hocherfreut, dass es mit dem Projekt nun vorangeht.“

„Wir wollen ortsansässigen Betrieben, etwa Handwerkern, die sich im Ortskern nicht weiter entwickeln können, die Möglichkeit geben, sich im neuen Gewerbegebiet zu vergrößern“, erklärt Verwaltungschef Maack auf LZ-Anfrage. Er sieht zahlreiche Vorteile: Die Betriebe können wachsen, neue Arbeitsplätze werden geschaffen, innerörtliche Flächen werden für andere Nutzungen frei, und am Ende winkt auch mehr Gewerbesteuer für die Gemeinde.

Unternehmen warten sehnsüchtig

„Wir freuen uns sehr und wir begrüßen das ausdrücklich“, erklärte im Ausschuss Gunther von Mirbach für die Gruppe CDU/FDP. Die CDU, so von Mirbach, habe schon „vor mehr als einer Dekade“ das neue Gewerbegebiet an der Kreisstraße 30 gefordert. Auf das Gewerbegebiet gewartet haben auch Adendorfer Unternehmen schon sehnsüchtig -- die Liste der Interessierten ist lang.

Eine Grobplanung für das Areal hatte Ortsplaner Frank Patt bereits vorgelegt, ein Gutachten zum Artenschutz liegt bereits vor, weitere Untersuchungen werden nun folgen. Einen Partner für die Erschließung und Vermarktung habe man mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises Harburg gefunden, erklärte Bürgermeister Maack.

Eng abgestimmt sei das Vorgehen auch mit der Wirtschaftsförderung Lüneburg, die diese Leistungen so nicht anbiete, betonte der Verwaltungschef. Für die Planungsphase bis hin zur Änderung des Bebauungsplans rechnet er mit rund einem Jahr. Wieviel künftige Unternehmen an der Kreisstraße 30 pro Quadratmeter hinblättern müssen, stehe noch nicht fest, so Maack.

Von Ingo Petersen

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