Sonntag , 4. Dezember 2022
Anzeige
Ein Lüneburger muss 2700 Euro Strafe zahlen, weil er Einsatzdaten von Feuerwehr und Rettungsdiensten abgehört -und diese bei Telegram veröffentlicht hat. (
Ein Lüneburger muss 2700 Euro Strafe zahlen, weil er Einsatzdaten von Feuerwehr und Rettungsdiensten abgehört -und diese bei Telegram veröffentlicht hat. (Symbolfoto: AdobeStock)

Heimlich mitgehört: Lüneburger Hobby-Funker muss Strafe zahlen

Ein Lüneburger hat über Funk Einsatzdaten von Feuerwehr und Rettungskräften abgehört und diese Infos bei Telegram veröffentlicht. Nun wurde er vom Amtsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt.

Lüneburg. Ein 37-jähriger Lüneburger ist vom Amtsgericht zu einer satten Geldstrafe verurteilt worden. Weil er heimlich über Funk die Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst mitgehört hatte – und diese Infos dann veröffentlichte – muss er nun 2700 Euro zahlen. Der Lüneburger wurde von der Staatsanwaltschaft angeklagt, zwischen dem 30. Juni und dem 1. Juli 2021 „unbefugt und unberechtigt mittels eines Handfunkgerätes nicht öffentliche Funk-Einsatzdaten der Feuerwehr und des Rettungsdienstes in Lüneburg abgehört und diese über eine TelegramChat-Gruppe einer Vielzahl von Personen zugänglich gemacht zu haben.

Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 30 Euro

Dieses Verhalten war strafbar gemäß Paragraf 202b StGB. Das Amtsgericht Lüneburg hat gegen den Angeklagten eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 30 Euro, sprich 2700 Euro verhängt. Der Funk-Fan legte zunächst Einspruch gegen den Strafbefehl ein, nahm ihn dann aber wieder zurück – sodass der Strafbefehl jetzt rechtskräftig ist und der 37-Jährige die Strafe zahlen muss. Als Mitglied einer Feuerwehr besaß er ein digitales Handfunkgerät, bestätigte die Staatsanwaltschaft. lat

Kommentare

Sie wollen die Kommentare unter diesem Beitrag lesen und kommentieren?
Dann werden Sie LZ+-Abonnent. Informationen zum Digital-Abo der LZ finden Sie hier.