Dienstag , 6. Dezember 2022
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Eine Gruppe Menschen steht an einem Geländer. Im Hintergrund steht ein Baugerüst.
Ralf Wirth (vorne), Leiter Bauen und Technik bei der Gesundheitsholding, erläuterte Sozialministerin Daniela Behrens, Kultusminister Grant Hendrik Tonne und der SPD-Landtagsabgeordeneten Andrea Schröder-Ehlers (l.) Details zum Gebäudekomplex. (Foto: be)

Förderbescheid und Auszeichnung für die Psychiatrische Klinik Lüneburg

Jan-Hendrik Kramer, Geschäftsführer der Psychiatrischen Klinik Lüneburg (PKL), konnte am Mittwoch Sozialministerin Daniela Behrens und Kultusminister Grant Hendrik Tonne (beide SPD) auf dem Klinikgelände begrüßen. Die Beiden hatten einen Förderbescheid sowie eine Auszeichnung dabei.

Lüneburg. Gleich zwei niedersächsische Minister konnte Jan-Hendrik Kramer, Geschäftsführer der Psychiatrischen Klinik Lüneburg (PKL), am Mittwoch in Lüneburg begrüßen. "Ich freue ich mich sehr über Ihren Besuch, der die ganze Bandbreite des Einst und Jetzt unserer Klinik abdeckt. Da ist einerseits der Neubau als Meilenstein für die nachhaltige Zukunftssicherung unseres Versorgungsauftrags und andererseits die Gedenkstätte als Zeichen der Auseinandersetzung der Klinik mit ihrer Vergangenheit und ihre Anerkennung als Lernort der Demokratie", sagte er zu Sozialministerin Daniela Behrens und Kultusminister Grant Hendrik Tonne (beide SPD).

Rohbau des Neubaus fast fertig

Die Sozialministerin hatte einen Förderbescheid für den Neubau auf dem Klinikgelände dabei, Kultusminister Grant Hendrik Tonne überreichte Dr. Carola S. Rudnick für die "Euthanasie"-Gedenkstätte Lüneburg die Auszeichnung als "Lernort für Demokratiebildung".

Knapp ein Jahr ist es her, dass Sozialministerin Daniela Behrens zur Baustelleneröffnung des Neubaus zur Zentralisierung der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (KPP) gekommen war. Inzwischen ist der Rohbau des ersten Bauabschnittes so gut wie fertig. Entstanden sind zwei ineinander verzahnte Gebäude: Das eine ist zweigeschossig und hat einen Dachgarten, das andere ist dreigeschossig.

Vier Pflegestationen sollen einziehen

Ralf Wirth, Leiter Bauen und Technik bei der Gesundheitsholding, unter deren Dach die PKL firmiert, erläuterte beim Rundgang, dass in die Gebäude vier Pflegestationen einziehen sollen, die bisher an unterschiedlichen Standorten der PKL angesiedelt waren. Jede Station sei als Atriumhaus um einen Innenhof organisiert, alle hätten einen direkten Gartenzugang. Die Patientenzimmer verfügen über hohe Fenster, direkt davor sollen Sitzmöglichkeiten zum Blick in den Garten genutzt werden können. Diese Räume werden mit jeweils zwei Betten ausgestattet sein, können als Ein- oder zwei-Bettzimmer genutzt werden.

"Optimale Räume schaffen für Patienten"

PKL-Geschäftsführer Kramer machte im Beisein der Ministerin und von Minister Tonne, der sich dem Rundgang angeschlossen hatte, sowie von PKL-Ausichtsratsvorsitzenden Ernst Hildebrandt und der SPD-Landtagsabgeordneten Andrea Schröder-Ehlers deutlich: "Wir möchten optimale Räume schaffen zur Versorgung der Patienten. Und wir sind dankbar für die gute Zusammenarbeit mit dem Sozialministerium." Ministerin Behrens lobte, dass die PKL in ihrem Haus einen guten Ruf habe. In Hannover sei man sich bewusst, dass es kompetenter Einrichtungen bedürfe – zumal auch die Zahl der Patienten zunehme.

Erster Bauabschnitt kostet 39 Millionen Euro

Rund 39 Millionen Euro kostet der erste Bauabschnitt, die Förderzusage des Landes beläuft sich auf 32 Millionen Euro, ausgezahlt in mehreren Finanzierungsabschnitten. Behrens hatte nun einen Förderbescheid von rund drei Millionen Euro dabei, nachdem bereits im vergangenen Jahr schon 6,9 Millionen Euro und in diesem Jahr rund 10 Millionen Euro geflossen waren.

Bezugsfertig voraussichtlich Ende 2023

Das Richtfest für den ersten Bauabschnitt ist für diesen Herbst geplant, bezugsfertig soll der Komplex Ende 2023 sein. Die Außenanlagen werden im Frühjahr 2024 fertiggestellt. Behrens kündigte an, dass alle Beteiligten des Krankenhausplanungsausschusses den zweiten Bauabschnitt in die Prioritätenstufe geholt hätten. Laut Kramer könnte eventuell 2025 mit dem Abriss des Haus 48 begonnen werden, wo dann ein Komplex für fünf Stationen und Ambulanzen entstehen könnte.

Von Antje Schäfer

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