Dienstag , 27. September 2022
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Die neu erworbene Fläche bei Mechtersen ist insgesamt rund acht Hektar groß. (Foto: Landkreis Lüneburg)

Naturschutzstiftung erwirbt Fläche bei Mechtersen

Die Naturschutzstiftung Landkreis Lüneburg erwirbt erste Flächen in der Nähe von Mechtersen – die Grundlage zur Durchführung erster Projekte ist damit gelegt.

Lüneburg. Die noch junge Naturschutzstiftung Landkreis Lüneburg hat jetzt eine rund acht Hektar große Fläche in der Samtgemeinde Bardowick, in der Nähe von Mechtersen erworben. Es handelt sich dabei um rund sechs Hektar Grünland und zwei Hektar Laubwald in der Nähe von Mechtersen.

„Dass es so schnell klappt, die Stiftungsflächen zu erweitern, hätte wohl kaum jemand gedacht“ freut sich Sigrid Vossers, Vorsitzende der Stiftung und ergänzt: „Die Fläche in Mechtersen ist ein echter Glücksgriff. Ihre Größe und Strukturvielfalt bringen ein enormes Potenzial mit und bilden eine tolle Ausgangsposition für die weitere Arbeit der Stiftung.“

Ziel ist Arten- und Biotopschutz

Die Stiftung sichert Flächen langfristig für den Naturschutz, für den Erhalt des Landschaftsbildes und als nachhaltige Lebensgrundlage und Erholungsraum für den Menschen. Übergeordnetes Ziel der Stiftung ist in erster Linie der Arten- und Biotopschutz sowie die Vernetzung von Biotopen untereinander. Mit der neuen Fläche erweitert die Stiftung ihre Fläche auf 31 Hektar.

„Die Lage der neuen Fläche an der alten Buchholzer Bahn ist besonders interessant“ freut sich Ole Dierßen, Geschäftsführer der Stiftung. „Die aus dem Betrieb genommene Bahnlinie bildet einen wärmeren und trockeneren Standort in der Fläche und erhöht somit ihre Strukturvielfalt, insbesondere dient sie jedoch als Biotopverbundachse im Westen des Landkreises und stellt somit ein Landschaftselement dar, an dem Arten sich geschützt bewegen oder es als Habitat nutzen können.“

Als nächstes wird Entwicklungskonzept für Fläche erstellt

Dierßen erläutert auch, wie es nun weitergeht: „Im nächsten Schritt wird ein Entwicklungskonzept für die Fläche erarbeitet, in dessen Rahmen erörtert wird, in welchen Bereichen der Fläche sich eine naturschutzfachliche Aufwertung anbietet. Dabei könnte es sich beispielsweise um die Wiedervernässung des ausgetrockneten Erlenbruchwaldes oder um die Anlage von Kleingewässern für Amphibien handeln.“

Die Stiftung bilanziert die von ihr im naturschutzfachlichen Sinne durchgeführten Aufwertungen von Flächen. Dadurch werden aus Naturschutzprojekten Ökopunkte generiert. Diese werden an Träger von Maßnahmen vermarktet, die zur Realisierung ihres Vorhabens gesetzlich dazu verpflichtet sind, Kompensationsmaßnahmen durchführen müssen.

Großteil wird landwirtschaftlich genutzt

Während ein Teil der Stiftungsflächen im Rahmen von Projekten entwickelt wird, werden andere Teile der natürlichen Entwicklung (Sukzession) überlassen. Ein Großteil der Flächen wird landwirtschaftlich extensiv genutzt, denn viele Pflanzen- und Tierarten sind Kulturfolger und auf eine regelmäßige Nutzung (etwa Mahd) angewiesen. lz

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