Donnerstag , 6. Oktober 2022
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Einen schattigen Unterschlupf finden Igel bei extremer Hitze vor allem in naturnahen Gärten. (Foto: Nabu)

Hitze und Trockenheit: So kann man Igel schützen

Der Nabu gibt Tipps, wie man Igeln in Zeiten von Hitze und Trockenheit helfen kann. Wichtig sind schattige Versteckmöglichkeiten und Nahrung.

Lüneburg. 30 Grad und mehr: Die extrem hohen Temperaturen lassen das Land weiter schwitzen. Wildtiere haben es schwer, der Hitze des Tages zu entkommen. Vor allem nachtaktive Tiere, wie zum Beispiel der Igel, benötigen jetzt dringend schattige Versteckmöglichkeiten und Nahrung.

Der Igel schläft tagsüber normalerweise in einem schattigen Unterschlupf. Besonders beliebt sind Hecken, Gebüsche, trockene Hohlräume unter Holzstapeln und kühle Reisighaufen. Leider bieten immer weniger Gärten entsprechende Versteckmöglichkeiten.

Viele Gärten versiegelt, Asphalt heizt stark auf

Viele Gartenflächen sind versiegelt, und in Neubaugebieten zieren häufig Pflastersteine und Schotter die Vorgärten. Lebensraum und kühle Plätze sind hier nicht zu finden. Ganz im Gegenteil: Asphalt und Steine heizen in der Sonne sehr stark auf und speichern die Wärme noch lange bis in die Nacht.

Die langanhaltende Trockenheit wirkt sich zudem negativ auf das Nahrungsangebot des Igels aus. Feuchtigkeitsliebende Regenwürmer verschwinden in tiefere Bodenschichten und sind so für den Igel nicht mehr erreichbar.

Igel eine Schüssel mit Wasser hinstellen

Die beste Unterstützung für den Igel sowie für andere Wildtiere ist ein naturnah gestalteter Garten mit Hecken und Sträuchern sowie einheimischen Pflanzen und einem Verzicht auf Pestizide. Ein solcher bietet sowohl Lebensraum als auch ein vielfältiges und dauerhaftes Nahrungsangebot.

Bei den aktuell hohen Temperaturen ist es zudem sinnvoll, dem Igel eine Schüssel mit Wasser in den Garten zu stellen. Auf Milch sollte in jedem Fall verzichtet werden, da Igel diese nicht verdauen können.

Broschüren "Der Igel" und "Gartenlust"

Für alle Natur- und Tierfreunde, die sich für den Igel einsetzen möchten und sich mehr über naturnahe Gärten informieren wollen, hält der Nabu Niedersachsen die Broschüren „Der Igel“ und „Gartenlust“ bereit. Sie können jeweils gegen Einsendung von vier Briefmarken à 85 Cent beim Nabu Niedersachsen, Alleestraße 36, 30167 Hannover angefordert werden. lz

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