Donnerstag , 6. Oktober 2022
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"DC League of Super-Pets" stand auf dem Programm.
"DC League of Super-Pets" stand auf dem Programm. (Foto: be)

Fresh!-Aktion: 100 Kinder im Filmpalast

Eigentlich schickt das LZ-Ferienmagazin jeden Sommer 100 Kinder aus einkommensschwachen Familien in einen Urlaub. Seit Corona ist das nicht mehr möglich. Doch es gibt genug Alternativen für die Ferienzeit.

Lüneburg. Ins Kino geht es ja eher am Nachmittag und am Abend. Für etwa 100 Kinder aus Lüneburg und Umgebung sowie ihre Betreuerinnen und Betreuer hat Annette Wörsdörfer vom Filmpalast jetzt aber eine Ausnahme gemacht: Sie durften am Vormittag in den größten Saal des Filmpalastes, um sich dort den Animationsfilm "DC League of Super-Pets" anzusehen. Warum das?

In den vergangenen Jahren hat die LZ in Zusammenarbeit mit verschiedenen Sozialträgern in jedem Sommer 100 Kinder aus einkommensschwachen Familien in ein Feriencamp geschickt. Die Bezahlung wurde stets durch Sponsorengelder gewährleistet, eingezahlt von Unternehmen, aber auch von vielen Privatpersonen – herzlichen Dank an dieser Stelle. Corona hat den Urlaub in einem Feriencamp nun schon im dritten Jahr unmöglich gemacht.

Alternativen zum einwöchigen Urlaub

Das ist aber kein Grund, den betroffenen Kindern und Jugendlichen nicht doch schöne Augenblicke zu schenken. So steckten die Sozialträger die Köpfe zusammen und überlegten, was anstelle des einwöchigen Urlaubs möglich ist. Der Kinobesuch ist nur ein Ergebnis der Überlegungen. In diesem Sommer ging es auch schon in den Wildpark Lüneburger Heide, mit der Erlebnisschmiede Melbeck zum Kanufahren auf die Ilmenau, zum Klettern nach Bispingen oder auch für einen erlebnisreichen Tag in den Heide Park – stets finanziert durch Spenden.

"Corona ist ja kein Grund, nicht doch etwas auf die Beine zu stellen", sagt Britta Schütz, Betriebsleiterin der Awosoziale Dienste gGmbH. "Und ein Kinobesuch am Vormittag ist ja auch etwas Besonderes." Gemeinsam hat die Awo mit dem Albert-Schweitzer-Familienwerk, dem Verbund Sozialtheratpeutischer Einrichtungen, dem PädIn, dem Albatros e.V., der Caritas und der Samtgemeinde Amelinghausen rund 100 Kinder für den Kinobesuch organisiert; Popcorn und eine Limo gab es noch dazu.

Denn nur die Sozialträger wissen durch ihren intensiven Kontakt mit vielen Familien, welche Kinder wirklich in infrage kommen. Übrigens liegt es oft nicht nur am Geld, dass ein Kinobesuch nicht drin ist – vielen Eltern fehlt dafür einfach die Zeit. So war der Vormittag für die Kinder sicherlich eine unvergessliche Aktion – zumal einige noch nie im Kino gewesen sind.

Von Thorsten Lustmann

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